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Wer ist eigentlich David Kolenda, Evangelist?

Christsein verstehen
Veröffentlicht von in Theologie to go · 27 November 2021
Tags: WunderWahrheitMission

T h e o l o g i e   t o   g o
Wer ist eigentlich David Kolenda, Evangelist?
Ein Gastartikel von god.fish | 27/11/2021

Als ich noch jung und theologisch unerfahren war, hatte ich mich guter Dinge mal irgendwo bei einem Newsletter angemeldet, den ich vermutlich vergessen hatte, abzubestellen.

Da schreibt mir also ein Herr David Kolenda, dass er irgendwie missionarisch unterwegs ist. Ich google nach ihm und sehe, Herr Kolenda hat offensichtlich

„[…] als Missionar und Evangelist mehr als 22 Millionen Menschen in Open-Air-Großevangelisationen persönlich zum Herrn geführt – in einigen der gefährlichsten, schwierigsten und abgelegensten Gebieten der Erde."

Persönlich also. Meiner Vorstellung nach müsste da demnach also mindestens je ein persönliches Gespräch stattgefunden haben.

Ich habe mal nachgerechnet. Angenommen, Herr Kolenda hätte, in Anbetracht der schwierigen und gefährlichen und abgelegenen Gebiete, in denen er offensichtlich zu arbeiten pflegt, doch zumindest eine Minute Zeit für jedes persönliche Gespräch gehabt, und angenommen, er würde 12 Stunden jeden Tag arbeiten und durchgehend diese Gespräche führen und bräuchte nur eine weitere Minute, um sich einem anderen Gesprächspartner für das 1-Minuten-Gespräch zuzuwenden, dann würde er 30 Gespräche in einer Stunde schaffen. Das wären bei seinen täglichen 12 Stunden Arbeit dann also 360 Gespräche.

Weiter angenommen, Herr Kolenda hätte nur drei Wochen Urlaub im Jahr, eine zu Weihnachten, eine zu Ostern und eine zu Pfingsten, dann würde er an den verbleibenden 344 Tagen insgesamt in jedem Jahr also 123.840 derartige Gespräche führen können, Mittagspause und Zeit für den Toilettengang und etwas zu Trinken noch gar nicht eingerechnet.

Insgesamt hätte er für alle 22 Millionen persönlichen Gespräche dann also 177,5 Jahre gebraucht. Das ist schon erstaunlich, dabei schaut er doch noch so jung aus.

Verstehen Sie mich nicht falsch. Ich möchte die missionarische Arbeit an sich gar nicht schlecht reden. Allerdings kommen mir bei derart großen Menschenmassen, die angeblich alle bekehrt wurden, persönlich noch dazu, doch auch ein paar Bedenken, ob das denn tatsächlich so stimmen kann. 22 Millionen bekehrt. Persönlich. Aha.



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