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Welchen Sinn hatte Jesu Tod am Kreuz?

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Welchen Sinn hatte Jesu Tod am Kreuz?
Klaus Straßburg | 24/03/2021

Jesu Tod am Kreuz wurde von Beginn der Christenheit an als das Heilsereignis schlechthin verstanden. Durch Jesu Tod, so sagte man, sei die Welt mit Gott versöhnt worden. Den Menschen, die Gott nicht als Gott anerkannten, werde diese fehlende Anerkennung Gottes verziehen.

Doch wie kann das sein? Wie kann der Tod Jesu vor rund 2.000 Jahren die Versöhnung der ganzen Welt mit Gott bewirken? Wie kann durch Jesu Tod allen Menschen aller Zeiten ihre Verachtung Gottes verziehen sein? Warum war der Tod des Sohnes Gottes nötig, um die Welt mit Gott zu versöhnen? Konnte Gott nicht auch ohne diesen Tod Schuld vergeben?

Nicht selten wurde und wird von Christinnen und Christen gesagt: Jesus hat die Strafe getragen, die wir verdient haben. Er hat unsere Sünden auf sich genommen und weggetragen.

Doch ich habe mich gefragt: Wie muss ich mir das vorstellen, dass meine Sünde auf Jesus übertragen wurde? Und warum war sein Tod nötig? Weil Strafe eben sein muss? Oder weil Gott ein Opfer braucht? Muss ich mir Gott wie einen zornigen Herrscher vorstellen, der seine ungehorsamen Untergebenen straft und damit seinen Zorn besänftigt?

Ich konnte mir Gott so nicht vorstellen. Mein Gottesverständnis war ein anderes. Darum suchte ich im Neuen Testament nach Antworten auf die oben formulierten Fragen.

Ich ging dabei von dem Gedanken aus, dass Gott Liebe ist (1Joh 4,8.16). Dass er also nicht nur Liebe hat, sondern wesenhaft Liebe ist. Er tut nichts anderes als das, was sein Wesen ist: lieben.

Gott liebt also die Welt, die er erschaffen hat, mit all ihren Geschöpfen. Und er will eine liebevolle Beziehung zu uns Menschen aufbauen. Von seiner Seite aus steht diese Beziehung. Wir aber scheitern ständig daran, Gott mit seiner Liebe ernst zu nehmen – ihn als Gott anzuerkennen und zu achten.

Das tut Gottes Liebe zu uns aber keinen Abbruch. Er liebt trotzdem. Um uns so nah wie möglich zu sein und uns seine Liebe zu erweisen, kam er als Mensch in unsere Welt. Er sandte uns seinen „Sohn" – den, der engstens mit ihm verbunden war, der nichts anderes wollte und tat als das, was Gott selbst wollte und tat. Dieser Mensch, Jesus, war nichts als Liebe – wie Gott auch.

Doch es geschah, was geschehen musste: Die Menschen wollten diese Liebe nicht haben. Das ging ihnen dann doch zu weit, dass da einer kam, der sich den schlimmsten Sündern zuwandte: denen, die mit Unterdrückern und Ungläubigen zusammenarbeiteten. Denen, die den Menschen das Geld aus der Tasche zogen und damit reich wurden. Den Frauen, die sich als Huren verdingten. Kurz: Jesus gesellte sich zum Abschaum, der von Gottes Willen nichts wissen wollte und Gott einen guten Mann sein ließ. Diese Leute zu lieben und sie aufzunehmen in die Gemeinschaft der Kinder Gottes – das ging nun wirklich zu weit.

Noch dazu, wo dieser Jesus sich mit den Frommen anlegte, die Tag und Nacht nichts anderes taten, als sich Gedanken über Gott und seine Gebote zu machen. Die nannte er Heuchler und meinte, das Himmelreich sei ihnen verschlossen. Wer so über die Frommen sprach, den konnte man doch gar nicht ernst nehmen.

Aber es wurde ernst. Jesus bekam zu viele Anhänger. Es bestand die Gefahr, dass der wahre Glaube verfälscht wurde. Jesus wurde gefährlich – er musste mundtot gemacht werden, irgendwie. Doch er war starrsinnig. Er ließ sich einfach nicht von seinem Irrweg abbringen. Schließlich kam er auch noch nach Jerusalem. Das konnten die religiösen Führer nicht zulassen. Was, wenn er dort die Massen erreicht, die zum Passafest in die Hauptstadt kamen? Man musste radikale Maßnahmen ergreifen. Da half nur noch die Anklage als Aufrührer, der die religiöse und staatliche Ordnung gefährdet.

Die Anklage hatte Erfolg. Jesus wurde verurteilt und hingerichtet. Die Welt schien wieder in Ordnung.

Warum ist Jesus diesen Weg gegangen? Warum hat er so stur an seinem Programm, sich an die Seite der Außenstehenden, Verstoßenen, Ungläubigen und Unmoralischen zu stellen, festgehalten? Warum war er so kompromisslos?

Die Liebe kennt eben keine Kompromisse. Die Liebe liebt, nichts anderes. Ein Kompromiss wäre ein Abstrich an der Liebe. Und damit wäre die Liebe keine Liebe mehr, sondern eine Mischung aus Liebe und Lieblosigkeit.

Also blieb Jesus nichts anderes, als sich seinen Verfolgern zu stellen. Er hätte flüchten können – doch dann wäre er unglaubwürdig geworden. Er hätte Gott bitten können, seine Verfolger zu vernichten (Mt 26,51-53) – doch das wäre das Gegenteil von Liebe gewesen. Liebe zerstört nicht, sondern baut auf. Sie gibt auch dem Bösesten noch eine Chance und lässt ihn leben.

Weil er liebte, setzte sich Jesus der Verfolgung und Verspottung aus. Weil er liebte, ließ er sich kreuzigen. Weil er liebte, starb er. Er tat es für die, die er liebte – die Verächter Gottes auf der einen und auf der anderen Seite. Denn eigentlich standen sie alle in einer Reihe.

Indem Jesus ins Leiden und Sterben ging, lebte er die Liebe Gottes. Und was tat Gott? Tat es ihm nicht leid um seinen Sohn?

Es tat ihm leid. Er litt mit ihm. Alles, was Jesus erlitt, erlitt auch Gott. Jeder Peitschenschlag, der Jesus traf, traf auch Gott. Jede Verspottung Jesu verspottete auch Gott.

Was Jesus mit voller Wucht traf, war die zerstörerische Gewalt der Menschen. Sünde ist zu großen Teilen Gewalttat. Diese Gewalt, die gegen Gott und seine Liebe gerichtet ist, erlebte Jesus. Er ertrug nicht einfach einen menschlichen Irrtum, sondern er ertrug die abgrundtiefe Gottlosigkeit seiner Verfolger.

In diesem Sinne griff die Sünde auf Jesus über. In diesem Sinne trug er die Schuld der Sünder. Er trug sie, weil er die Sünder leben und gewähren ließ. Er ließ sie leben und gewähren, weil er sie liebte.

Jesu Tod versöhnte keinen zornigen Gott. Sein Tod versöhnte die Welt mit Gott (2Kor 5,18f), weil sich in ihm die unendliche Liebe Gottes ausdrückte. Jesus ließ lieber sich selber hinrichten, als die Gewalttäter hinzurichten. Seine Liebe bis hin zum Tod (Phil 2,8) ist die Macht der Versöhnung. Dass die mit Gott Versöhnten ihre Versöhnung nicht annahmen, steht auf einem anderen Blatt.

Jesus erlitt nicht die Strafe Gottes. Er erlitt die Macht der Sünde in ihrer schlimmsten, nämlich todbringenden Form. Sünde ist mehr als die böse Tat. Sie ist immer auch das, was die böse Tat mit sich bringt. Auch die Folgen der Sünde gehören zu ihr.

Die Folgen der Sünde betreffen aber nicht nur das Opfer, sondern auch den Täter und sein Umfeld. Das war biblische Überzeugung. „Wer andern eine Grube gräbt, fällt selbst hinein" (Pred 10,8a). So schnell werden wir unsere Sünde nicht los. Sie verfolgt uns und unser Umfeld. In diesem Sinne folgt die Strafe der Sünde auf dem Fuße. Es ist keine Strafe, die Gott über uns verhängt, weil keine Sünde ohne Strafe bleiben darf. Es ist die Strafe, die in unserem eigenen Handeln liegt.

Die Sünde derer, die Jesus verfolgten, brachte ihm schließlich den Tod. Er trug die Folge der Gewalttat. Man mag das – für uns missverständlich – Strafe nennen: die Strafe, die eigentlich die Gewalttäter selbst hätte treffen müssen. Sie traf sie nicht, weil Jesus sie leben und gewähren ließ.

So trat der Sündlose an die Stelle der Sünder (2Kor 5,21): Ihn traf das ganze Elend, das die Sünde mit sich bringt. So wurden die Sünder gewürdigt, weiterleben und vom Weg der Sünde umkehren zu dürfen.

Aber was hat das mit uns zu tun? Was mit den Menschen, die Jesus nie begegnet sind, ihn also auch nicht verfolgt und hingerichtet haben?

Die Antwort darauf muss vom trinitarischen Gott sprechen – von der Dreieinigkeit. Denn Gott und Jesus gehören engstens zusammen. Sie denken, wollen, fühlen, tun dasselbe. Zwischen sie passt kein Blatt Papier. Sie sind ein Herz und eine Seele im wahrsten Sinne des Wortes. Sie sind so sehr in Liebe miteinander verbunden, dass ihr Denken, Wollen, Fühlen und Handeln eins ist. Gottes Erleben ist Jesu Erleben und umgekehrt. Jesu Geschichte ist Gottes Geschichte und umgekehrt.

Darum war das, was vor 2.000 Jahren am Kreuz von Golgatha passiert ist, keine Episode – einmal passiert, schnell vergessen. Was dort passiert ist, prägt das Leben Gottes, solange es Sünde gibt. Gott leidet immer schon unter der menschlichen Ablehnung seiner Liebe und darunter, was Menschen sich selbst und anderen antun. Das Kreuz zeigt uns nur, was Gott zu allen Zeiten war und ist: der um seiner Liebe willen Leidende.

Ist er auch der Sterbende? Das schlimmste, was der sterbende Jesus erlebte, war seine Verlassenheit von Gott (Mk 15,34; Mt 27,46). Die zerstörerische Macht der Sünde ist so groß, dass sie auch den Stärksten kleinkriegt, dass sie ihn die absolute Verlassenheit spüren lässt. Von allen guten Mächten verlassen war Jesus am Kreuz. Auch von der Hilfe seines himmlischen Vaters verlassen. Wo die Liebe nicht mehr lieben, nicht mehr helfen und retten kann, da bleibt nur die abgrundtiefe Einsamkeit. Das hat Jesus erlebt.

Und Gott hat es mit ihm erlebt. Die entfesselte Gewalt macht jede Rettung unmöglich und darum auch jede Liebestat, die retten und nur retten will. Aber der Gott, der auch die Gewalttäter liebte, hätte seinen Sohn nur retten können um den Preis, dass er die Gewalttäter tötet. Gerade das aber konnte seine Liebe nicht tun. So blieb ihm nur, das Undenkbare geschehen zu lassen und selbst sein liebendes und rettendes Vatersein hinzugeben.

Am Karfreitag starb mit dem Sohn das durch Liebe rettende Vatersein des Vaters.

Der Karsamstag ist die Zeit der Trennung von Vater und Sohn, der vollständige Tag der Verlassenheit beider, die darin besteht, dass die liebende Rettung unmöglich war.

Der Ostersonntag ist der Tag, an dem beider Verlassenheit endlich ein Ende hatte und die liebende Rettung sich als stärker als der Tod erwiesen hat. „Tod, wo ist dein Stachel?" (1Kor 15,55b) Er steckt und schmerzt noch, aber die Hand, die ihn herauszieht, ist schon angesetzt. Der Tod schmerzt zwar noch, aber seine Macht ist bereits gebrochen. Das Leben hat gesiegt, weil Gottes Liebe gesiegt hat.

Gott hat also den Menschen, seit es sie gibt, ihre Gottesverachtung verziehen. Denn Gott hat immer schon für sich selbst den Tod gewählt und für die Menschen das Leben. Er ließ sie gewähren, konnte ihnen aber deshalb nicht rettend zur Seite stehen. Sie wollten sich ja nicht retten lassen. Darum liefen und laufen sie ein ums andere Mal in ihr Verderben. Das ist der Tod der liebenden Rettung Gottes.

Der Tod Jesu darf nicht isoliert betrachtet werden. Er ist der Tod aufgrund seiner Liebe. Nicht durch den Tod Jesu an sich – isoliert betrachtet – wurde und wird den Menschen verziehen. Verziehen wird ihnen durch Gottes und Jesu Liebe, eine Liebe, die Gott in den Tod geführt hat und führt. Nicht Jesu Qualen an sich brachten Versöhnung, sondern die Liebe, die so stark war und ist, dass sie die Qualen nicht scheute.

Auch das Blut Jesu, von dem das Neue Testament im Hinblick auf sein Kreuzesleiden spricht, meint nur das Leben, das er hingab. Denn von Blutvergießen kann man am Kreuz gar nicht sprechen. Die Kreuzigung war keine blutige Hinrichtungsart.

Darum gilt Jesu Tod am Kreuz auch uns und den Menschen aller Zeiten: weil Gott immer schon und bis heute unter der Sünde der Menschen aller Zeiten leidet – und sie dennoch leben und gewähren lässt. Auch uns.

Jesu Tod war nicht nötig, damit Gott Schuld vergeben kann. Nötig war nur seine Liebe, die zugleich Gottes Liebe ist. Diese aber führte ihn unweigerlich in den Tod. Und seine Geschichte war und ist Gottes Geschichte.

Es hängt alles an der Liebe. Das ist meine Überzeugung. Gott braucht keine Strafe und kein Opfer. Er braucht keine Genugtuung, um seinen Zorn zu überwinden. Er ist ja Liebe und nichts anderes. Und die Liebe schafft Leben, ohne selbst der Gewalttat zu verfallen. Dafür geht sie selbst in den Tod. Und darin besiegt sie den Tod. Ostern zeigt es an. Darum ist Gottes Leiden immer schon überwundenes Leiden.

Darum können auch wir in allen Leiden Hoffnung haben. Denn auch wenn es anders scheint – Gottes rettende Liebe ist nicht tot! Sie ist unzerstörbar und wartet darauf, dass wir sie uns gefallen lassen. Und sie wird am Ende den Sieg davontragen.

So verstehe ich den Tod Jesu am Kreuz heute. Ich bin dankbar für diese Sichtweise. Ich lerne aber nicht aus. Wir reden über den Frieden Gottes, der uns zu hoch ist (Phil 4,7). Vielleicht habe ich mich geirrt oder etwas übersehen. Darum freue ich mich über jede Frage oder Ergänzung, die du mir mitteilst. Nur gemeinsam können wir dem Geheimnis Gottes näherkommen, welches das Geheimnis der Liebe und das Geheimnis Christi ist (1Kor 13,2; Kol 2,2b).


* * * * *




4 Kommentare
Jochen
2021-03-26 16:27:49
Hallo Klaus,
vielleicht geht es darum dass Gott sich im Menschen sich selber erkennen können will. Dazu muss er ihm die Sünde nehmen, wie es in Mal. 3,3 genau so beschrieben wird, wie es in der Metallurgie gemacht wird: das Silber ist genau zu dem Zeitpunkt rein, wenn der Meister sein Bild in der Schmelze sieht. Es hat nichts mit Zorn zu tun, es ist wohl Gottes Plan schon vom Anfang her und Jesu Tod und Auferstehung gehören notwendig dazu. Deswegen habe ich in Deinem Beitrag den Bezug zum Alten Testament auch total vermisst. Geheimnisvoll, wie der auferstandene Jesus es den Emmaus-Jüngern sagt, was Moses und alle Propheten über ihn gesagt haben (Lk 24 eigentlich die ultimative 'Bible short story'). Für mich ist die Osternacht mit dem ausführlichen Exsultet und den vielen Lesungen das ergreifendste aber auch persönlich herausfordernste Ereignis im Kirchen-Jahr. Hoffentlich findet es statt.

2021-03-26 21:08:11
Hallo Jochen,

ich finde den Gedanken sehr interessant, dass Gott sich im Menschen selber erkennen können will. In Mal 3,3 finde ich dazu zwar keine Aussage, das Handeln des Meisters in der Metallurgie ist dort ja nicht beschrieben, und deshalb würde ich es auch nicht in den Text eintragen. Aber von einem anderen Gedanken her finde ich es nachdenkenswert: Gott hat ja in Jesus Christus tatsächlich sich selbst als Ebenbild, d.h. er erkennt sich in ihm selbst: im liebenden und leidenden Jesus. Wenn Jesus aber der exemplarische Mensch ist ("Ecce homo"), also der Mensch, wie Gott ihn sich vorgestellt hat, dann liegt der Gedanke nahe, dass Gott sich in uns allen wie in Jesus erkennen will. Wir sollen ja der irdische Leib Christi sein, Christus aber ist eins mit Gott, und Gott möchte uns in die Gemeinschaft mit sich aufnehmen. Man muss nur vorsichtig sein: Wir gehen doch wohl nicht in die Trinität ein, sondern bleiben auch in der ewigen Gemeinschaft mit ihm von ihm unterschieden. Wir werden also nie dieselbe Stellung wie Jesus Christus einnehmen. Dennoch kann ich den Gedanken gut nachvollziehen, dass Gott sich selbst in uns erkennen will, wenn auch anders als im Sohn.

Ich habe in meinem Artikel ja diesmal nur wenige Bibelstellen genannt und mich dabei fast ganz auf das Neue Testament beschränkt. Aus dem Alten Testament hätte man die messianischen Weissagungen anführen können. Besonders oft genannt wird Jes 53. Vom Neuen Testament her kann man diese Weissagungen als Hinweise auf Jesus deuten. Dennoch sollte man zuerst das Alte Testament für sich sprechen lassen. Leider berichtet uns der Evangelist in Lk 24 nicht, was Jesus den Emmaus-Jüngern genau gesagt hat, sondern fasst es nur kurz in einem Satz (V 27) ganz allgemein zusammen. Schade eigentlich.

Ich wünsche dir, dass du auch dieses Jahr die Osternacht feiern kannst, wenn auch wahrscheinlich unter Pandemie-Bedingungen.
Jochen
2021-03-29 11:37:19
Hallo Klaus,
das Handeln ist sehr wohl beschrieben, er "sitzt" über dem Silber. (Lässt er es im entscheidenden Moment aus dem Auge, würde die heiße Flamme das dann reine Silber nur noch oxidieren oder einfach verdampfen, wenn die Temperatur zu hoch ist).
2021-03-30 10:13:03
Hallo Jochen,

du hast Recht, das Sitzen über dem Schmelzvorgang bezeichnet offenbar die ganze Handlung des Schmelzers. Insofern kann man den Vorgang des Sich-Erkennens dort verankert sehen. Gut, dass du die technischen Abläufe so gut kennst.

Wie bei jeder Gerichtsszene ist interessant, dass dieser reinigende Vorgang eben ein Gericht über die Menschen ist, also mit Schmerzen verbunden. Oder umgekehrt: Das Gericht ist zwar etwas Schmerzhaftes, aber es führt zu etwas Gutem, nämlich dazu, dass Gott sich in uns erkennt und wir von allem Ungöttlichen gereinigt werden. Von daher sollte uns das Gericht keine Angst mehr machen, oder?
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