Warum ich hoffnungsvoll ins neue Jahr blicke
Eine Religious Fiction, die mehr ist als Fiktion
Klaus Straßburg | 31/12/2024
Das neue Jahr blickt mich nicht gerade freundlich an: Kriege ohne Ende, Klimawandel ohne Wende, Demokratie in Gefahr, ein unberechenbarer Präsident in den USA und in Deutschland wird wohl einer Bundeskanzler, der von Klimaschutz auch nicht besonders viel hält, dafür aber umso mehr von Kriegstüchtigkeit. Verflixt: ganz schön viel beängstigendes Zeugs auf einmal!
Die Aussichten sind also nicht rosig. Aber ich habe trotzdem Hoffnung. Denn ich setze auf einen, der sich um unsere Aussichten nicht schert.
Zum Glück ist Gott kein höchstes Wesen,über das wir nichts Näheres wissen
Ehrlich gesagt erwarte ich von den Menschen schon lange nichts mehr. Ich kann ja nun schon einige Jahrzehnte überblicken. Und was da so an politischem Irrsinn zusammengekommen ist, hat jede Hoffnung auf den Menschen in mir zerstört.
Kein Fortschritt beim Klimaschutz, obwohl das Problem schon seit über 50 Jahren bekannt ist. Versagen beim Kampf gegen Armut und Hunger. Krieg und Gewalt ohne Ende, in den letzten Jahren uns bedenklich nahe gekommen. Und viele Menschen halten das alles für in Ordnung. Was soll ich da noch vom Menschen erwarten?
Vom Menschen erwarte ich also nichts. Dafür aber von Gott umso mehr.
Zum Glück ist Gott kein höchstes Wesen, über das wir nichts Näheres wissen. Er ist vielmehr einer, der sich uns bekannt gemacht hat, indem er in dem Menschen Jesus auf die Erde kam. Weihnachten lässt grüßen. Und der Mensch Jesus hat gezeigt, dass Gott kein alter Herr mit Bart ist, der zwar freundlich lächelt, aber leider auch nichts an unserer Situation ändern kann. Sondern er ist ein engagierter, menschenfreundlicher Gott, der sich aktiv für das Leben einsetzt.
Naja, dass es überhaupt einen Gott gibt, ist für manche ja schon schwierig zu glauben. Dass er sich dann auch noch aktiv für das Leben einsetzen soll, ist für sie fast unvorstellbar.
Aber man kann ja mal einen Versuch machen und den Gedanken mitdenken, dass es Gott gibt – mal ganz hypothetisch, also rein fiktiv gedacht. Also als Religious Fiction. Dann wäre es doch auch denkbar, dass Gott sich unser Treiben auf Erden nicht einfach nur von oben her anguckt und freundlich dazu lächelt – oder auch verständnislos den Kopf schüttelt. Sondern es wäre doch möglich, dass er mitten unter uns, in unserem ganzen Schlamassel aktiv wird – auf der Seite der Enttäuschten, Verwundeten, Getöteten und nach Hilfe Schreienden.
Heraus kommt die unerwartete gute Tateines machtversessenen Egomanen
Aber wie macht Gott das? Wie wird er aktiv?
Wir stricken weiter an unserer neuen Kunstform, der Religious Fiction: Zum einen gibt es die Selbstheilungskräfte der Natur. Das heißt: Manches erledigt die Schöpfung von selbst. Das entlastet Gott, denn er braucht jetzt gar nicht mehr gesondert einzugreifen. Die Erde bringt Pflanzen und Landtiere hervor, ganz von selbst (1Mo/Gen 1,11f.24f). Wo etwas von uns Menschen zerstört wird, setzt sich das Grün schnell wieder durch. Die Bakterien auch. Das Leben geht weiter.
Jedenfalls das nichtmenschliche Leben. Es gibt zwar auch Selbstheilungsprozesse im Menschen, aber einen komplett zerstörten Menschen setzt niemand wieder zusammen. Und einen komplett verblödeten Menschen, der seine eigenen Lebensgrundlagen zerstört, bringt niemand mehr zur Vernunft.
Oder doch?
Es könnte doch sein, dass unser fiktiver Gott über Kräfte verfügt, das Denken und Handeln eines Menschen zu beeinflussen. Wie Jesus seine Mitmenschen offensichtlich durch seine Worte und Taten tief beeindruckte, so könnte doch auch Gott Menschen beeindrucken. Da werden mitunter sogar extreme Übeltäter zu lammfrommen Wohltätern – jedenfalls für einen Augenblick.
Aber so weit muss es ja gar nicht kommen. In der Regel bleibt ein Übeltäter ein Übeltäter und ein Idiot ein Idiot. Aber urplötzlich hat er einen lichten Moment und eine richtig gute Idee. Und die setzt er dann sogar noch in die Praxis um. Heraus kommt die unerwartete gute Tat eines machtversessenen Egomanen.
Gibt's nicht, sagst du? Naja, immerhin ist der Egomane Donald Trump schon mal gegen Kriege. Er will sie sogar beenden. Ob er das schafft, weiß man noch nicht. Aber ganz Europa ist schon in heller Aufregung deswegen. Auch irgendwie merkwürdig: Da will einer einen Krieg in Europa beenden, und Europa kriegt die Panik.
Aber das nur nebenbei. Ich bin absolut kein Fan von Donald Trump. Der kann tatsächlich viel Unheil anrichten. Und er ist unberechenbar. Ich will ja nur sagen, dass sogar ein Unheilstifter Gutes zustande bringen kann – wenn Gott ihm einen lichten Moment schenkt.
Gott hat viele Möglichkeiten, aus dem undurchdringlichenWirrwarr der Geschichte Gutes entstehen zu lassen
Beispiel: Das Alte Testament erzählt von dem heidnischen Perserkönig Kyros II. Der hat zahlreiche Kriege angezettelt und unzählige Menschen unterdrückt, aus reinen Machtgelüsten. Also ein Massenmörder. Und der bekam nach der biblischen Erzählung von Gott irgendwie den hellen Gedanken eingeflößt, die im persischen Exil festgehaltenen Israeliten freizugeben und in ihre Heimat zurückkehren zu lassen (2Chr 36,22f; Esr 1,1f; Jes 44,28).
Gott hat sicher noch viele andere Möglichkeiten, aus dem undurchdringlichen Wirrwarr der Geschichte Gutes entstehen zu lassen. Ich denke dabei immer an den Mauerfall von 1989. Da gab es die mutigen und vollkommen gewaltfreien Montagsdemos in der DDR, da gab es die überraschenden Zugeständnisse des russischen Präsidenten Michail Gorbatschow, und es gab die total verwirrten Politiker in der DDR, bei denen der eine offenbar nicht wusste, was der andere tat. Und plötzlich war die Grenze offen. Wenn da nicht Gott Regie geführt hat ...
Ich bin jedenfalls überzeugt davon, dass er täglich viele gute Dinge auf Erden in die Wege leitet. Auch durch verwirrte Politiker oder Staatslenker, die eher an Psychopathen erinnern. Denn ich glaube, wenn Gott das nicht täte, sondern die Geschichte komplett uns Menschen überließe, dann wäre hier schon das absolute Chaos ausgebrochen – oder gar die Apokalypse. Dann hätte der homo sapiens schon sich selbst den Garaus gemacht.
Aber es gibt uns noch. Nach ungefähr 300.000 Jahren menschlicher Gewalt- und Irrsinnsgeschichte. Dem Schöpfer sei Dank! Er steht offenbar noch zu seinem aus der Art geschlagenen Geschöpf mit Namen Mensch.
Leider beseitigt Gott nicht mit einem Schlag alles Böse aus der Welt. Aber – irgendwie ist das ja auch gut so. Denn wenn er alles Böse beseitigen würde, dann müsste er ja auch uns beseitigen – dich und mich.
Okay, wir sind nicht so böse wie ein Massenmörder oder Terrorist, aber so richtig gut sind wir eben auch nicht. Darum sollten wir vorsichtig sein damit, Gott vorzuwerfen, dass er nicht alles Böse beseitigt.
Das Gute bleibt immer nur relativ gut.Denn wir leben noch nicht in der neuen Welt Gottes
Eins habe ich noch vergessen: Gott mag keine Gewalt. Aber er kann das Böse manchmal nur so aus der Welt schaffen, dass er die Übeltäter mit Gewalt beseitigt. Das klingt widersprüchlich. Aber wünschen wir uns nicht auch manchmal den Sturz oder sogar den Tod eines Übeltäters – damit er endlich kein Unheil mehr anrichten kann?
Alle Massenmörder dieser Welt mussten irgendwann abtreten – ob sie Hitler hießen, Stalin, Idi Amin oder jüngst Baschar al-Assad in Syrien. Auch Wladimir Putin wird irgendwann nicht mehr regieren. Die amerikanischen Präsidenten dürfen sowieso nur maximal acht Jahre – eine weise Einrichtung der Demokratie.
Und was bedeutet das alles nun für uns?
Wenn das alles nicht nur eine Religious Fiction wäre, sondern ein gutes Stück Wahrheit – wie in einem guten Science Fiction-Film, der ja, wenn er wirklich gut ist, nicht nur dummes Zeug enthält, sondern eine immerhin mögliche Wirklichkeit zeigt – wenn also unsere Religious Fiction eine mögliche Wirklichkeit zeigen würde, dann wäre es doch gar nicht dumm, sich in diese Wirklichkeit einmal hineinnehmen zu lassen.
Ich bin jedenfalls zunächst einmal dankbar dafür, dass es uns noch gibt. Und ich bin jeden Morgen dankbar, wenn ich gut geschlafen habe und ohne Schmerzen aufwache und mein Tagewerk verrichten kann – zum Beispiel das hier schreiben. Und ich bin für jeden Tag dankbar, an dem der Weltkrieg noch nicht ausgebrochen ist. Und weil ich das nicht einfach für einen glücklichen Zufall halte, danke ich Gott ausdrücklich dafür.
Und ich gehe in den Tag vielleicht mit manchen negativen Nachrichten und Prognosen aus dem Weltenchaos, die mir gleich frühmorgens beim Zähneputzen aus dem Radio entgegengeschleudert wurden. Aber ich lasse mich davon nicht unterkriegen. Denn ich traue Gott zu, dass er entgegen allen Prognosen und Erwartungen, ja mitten in den Wirren der Weltgeschichte, Gutes wirken kann. Dass er also das Leid in Grenzen hält.
Darum habe ich Hoffnung auch für das neue Jahr. Trotz Kriegen, Klimawandel, Kriegstüchtigkeit, Fake News, Demokratiefeindschaft und Donald Trump. Ich habe die Hoffnung, dass Gott uns vor dem Schlimmsten bewahren wird. Und dass das neue Jahr trotz allem für die meisten Menschen ein relativ gutes wird.
Natürlich wird es das nie für alle Menschen. Und das Gute bleibt immer nur relativ gut. Denn wir leben ja noch nicht in der neuen Welt Gottes, sondern immer noch auf der guten alten Erde mit all ihren Unzulänglichkeiten.
Eigentlich ist das alles eine ziemlich hoffnungsvolle, lebensbejahendeReligious Fiction. Oder eben mehr als eine Fiction: ein Stück Wirklichkeit
Dass Gott die Menschheit vor dem Schlimmsten bewahren möge, dafür bete ich. Das erleichtert mich: Ich gebe die Angst ab. Soll Gott doch machen! Ich kann daran sowieso nichts ändern – außer beten. Und es wäre toll, wenn möglichst viele Menschen auch dafür beten würden. Denn Gott lässt sich durch unsere Gebete beeinflussen.
Das ist auch so eine Eigenart des Gottes, der mitten unter uns ist. Er hört uns, wenn wir uns an ihn wenden. Und er freut sich, wenn wir ihm unsere Sorgen und Ängste mitteilen und uns von ihm helfen lassen.
Kaum zu glauben, dass uns einer hört in unserer kosmischen Einsamkeit. Und dass er uns auch noch hilfreich zur Seite stehen will. Aber ausgeschlossen ist es auch nicht.
Natürlich gibt es keine Garantie dafür, dass Gott uns unsere Wünsche erfüllt. Er tanzt nicht nach unserer Pfeife. Aber auch wenn alles schlechter verläuft, als wir es uns wünschen, bin ich fest davon überzeugt, dass Gott uns nichts Böses will. Sein guter Wille für uns kann auch in dem wirken, was uns als schlimmes Unheil erscheint. Vielleicht nimmt ja durch schlechte Erfahrungen unser Sinn für die Liebe und den Glauben wieder einen leichten Aufschwung. Das täte uns und der Welt gut.
Eigentlich ist das alles ja eine ziemlich hoffnungsvolle, lebensbejahende Religious Fiction. Oder eben mehr als eine Fiction: ein Stück Wirklichkeit, die von vielen vernachlässigt oder ignoriert wird.
Merkwürdig: Da gucken wir uns gerne alle möglichen Science Fiction-Filme mit menschenfeindlichen Aliens oder Grusel-Dokus über erschreckende Geistererscheinungen an, aber mit dem menschenfreundlichen, Hoffnung machenden Gott haben wir so unsere Schwierigkeiten.
Schade eigentlich – nicht für Gott, aber für die Menschen. Schade, dass nur wenige dieses Stück hoffnungsvolle Wirklichkeit für wahr halten. Aber das muss ja nicht so bleiben. Vielleicht wird sich ja auch das im neuen Jahr ändern ...
* * * * *
Bild: Klaus Straßburg.

Ein schönes 2025 gewunscht aus Belgien. Sorry vor mein schlechtes Deutsch.
Karel
Klaus
vielen Dank für deine guten Wünsche aus Belgien und deine Ergänzungen. Ich sehe auch das Gute, das im Kleinen und oft sogar auch im Großen passiert. Ich bin aber wohl mehr protestantisch geprägt und glaube deshalb, dass dieses Gute nicht aus menschlichem Vermögen kommt, sondern aus der Kraft Gottes. Wie auch immer - wichtig ist, dass es das gibt! Und dass am Ende nicht nur Zerstörung steht, sondern die neue Welt Gottes.
Dein Deutsch ist nicht schlecht, es ist alles zu verstehen. Du kannst aber gern auch auf Englisch schreiben, wenn dir das leichter fällt.
Auch dir ein gesegnetes neues Jahr.
Klaus
Gottes Leitung vertrauen ist FÜR WAHR HALTEN, DASS GOTT DA IST!
Du bemängelst pauschal UND orientierungslos. Du redest von Gott, dennoch gelingt Dir kein Verstehen! Pausschale Sätze ecken nicht an.
Menschenfreundlichkeit heißt SICH den Menschen stellen, ihnen antworten! Das tust Du nicht, Du weichst aus und schweigst! Ich erinnere dich an meine Sätze zu Lukas und an deine Wut über deinen Freund den Theologen, er zweifelt auch um Dich in Konfrontation zu bringen.
Wer Gott vertraut und Jesu nachfolgt, der stellt sich den Menschen!
Liebe Grüße Johanne, 31.12.24 20:26 Uhr
ich finde keine Argumente in deinem Kommentar, sondern nur Anschuldigungen. Solche Kommentare lösche ich normalerweise sofort. Ich mache hier eine Ausnahme, weil du es bist. In Zukunft werde ich aber Kommentare, die keine Argumente enthalten, kommentarlos löschen. Bitte argumentiere und beschuldige nicht.
Ich habe auch keine "Wut über meinen Freund den Theologen" und weiß gar nicht, was du damit meinst.
Viele Grüße
Klaus
Viele Grüße
Klaus
Wwas für ein schöner inspirierenden Text. Danke !! Ich bin ja als ehemaliger Kunst-Kurator gewohnt in "Möglichkeiten" zu denken; wie schön, dass du nun auch diesen endlosen Kontinent entdeckt hast. Fiktionen sind realer als wir für gewöhnlich denken. Wie sollten sie in unserem Leben störker ala bisher willkommen heißen ....
Herzliche Grüße
Michael
vielen Dank für deine - für mich sehr überraschende - positive Rückmeldung! Die Kategorie "Möglichkeit" spielt auch in der Theologie eine große Rolle. Alles, was mit Hoffnung zu tun hat, stützt sich ja auf das, was möglich sein könnte. Und ohne Hoffnung - also ohne Mögliches, das eben noch nicht Wirklichkeit ist - gibt es keinen christlichen Glauben.
Die von mir so genannte Religious Fiction sollte ein Türöffner sein für Menschen, die mit der Wirklichkeit Gottes Schwierigkeiten haben. Aber der christliche Glaube ist andererseits nicht nur eine Fiktion. Darum war mir wichtig, dass die Religious Fiction mehr ist als Fiktion - wobei noch unbestimmt bleibt, worin dieses "Mehr" eigentlich besteht. Wenn das "Mehr" die Gewissheit einer Wirklichkeit ist, wird ja die reine Möglichkeit, die Fiktion, dass Gott existiert und wirkt, zurückgenommen. Wenn es andererseits dieses "Mehr" nicht gibt, bleibt der Glaube, dass Gott existiert und wirkt, eine ungewisse und unzuverlässige, zweifelhafte Möglichkeit.
Daran müsste man noch weiterdenken. Vielleicht hast du als Kunsttheoretiker ja eine Idee dazu ...
Viele Grüße
Klaus
Die fiktive Dimension Gottes wäre dann seine prinzipielle Unverfügbarkeit und die bleibende Unsicherheit, ob und wie er jeweils in der Welt wirkt. Die nicht-fiktive, also für uns gewisse Dimension Gottes wäre dann seine Existenz und wohlmeinende, Leben schaffende Nähe zur Welt auch dann, wenn er sich uns entzieht und sein Wirken in der Welt begrenzt, d.h. wenn er sich anders verhält, als wir es uns ersehnen und erwarten.
Wäre das für dich akzeptabel?
Danke für den Dialog!
Ich wollte nur eine universale Hoffnung ausdrücken, dass am Ende alles gut kommt, für alle Leute, dank sei Gott. Was ich davon mache, mache ich, dank sei Gott. Ich bin katholik, ja, aber erstens Christen, mit dir und al eure Leser(innen). Der Omega-Christ von Teilhard ist vorerst ein Geschenk Gottes. Ich denke dat die Geschrifte von Teilhard eine Brücke machen können in die ökumenale Gespräche zwischen Christen,die wirklichmit einander nog reden wollen.
Grüsse aus Belgien.
Karel
ich teile deine universale Hoffnung für die ganze Welt. Und ich finde auch, dass wir zu allererst gemeinsam Christen und Christinnen sind und erst danach Katholiken, Protestanten und so weiter. Meine besten Freunde aus der Jugend waren und sind Katholiken, und das war nie ein Problem für uns. Ich leite selbst seit Jahren eine Gesprächsgruppe, in der viele Konfessionen vertreten sind - evangelisch, katholisch, freikirchlich. Unser Glaube verbindet uns, und unsere Konfession trennt uns nicht.
Viele Grüße nach Belgien
Klaus
warum antwortest Du nicht?
hab den Mut dich zu stellen!
Gruß Johanne, 3.1.25
Dem Ausgrenzen gibt Christus keine Zustimmung.
Gruß Johanne, 3.1.25 17:42 Uhr
meine Antwort steht direkt unter deinem Kommentar. Du musst die Seite neu laden, um neue Kommentare lesen zu können.
Viele Grüße
Klaus
Der Geist Gottes ermöglicht Liebe und Gespräch. Argumente sind reichlich in meinen Kommentaren. Gruß Johanne, 4.1.25 17:56 Uhr UND 18:06
Wenn du ein Gespräch wünschst, dann lese bitte meine Artikel gründlich, unterstelle mir nichts, was ich nie geschrieben habe (Lieblosigkeit, Beleidigt-sein, mich nicht stellen wollen, Verweigerung der Gemeinschaft in Christus, Ausgrenzung usw.), und vor allem lass deine Beschuldigungen.
Wenn ich einen Kommentar lösche, hilft es auch nicht, ihn zu wiederholen oder immer neue Kommentare mit Unterstellungen und Anschuldigungen zu schreiben. Das wird dann alles gelöscht.
Wenn du meinst, Argumente zu haben, dann schreibe sie bitte auf.
Lieber Klaus, ich sage UND Du weißt, dass das zutrifft (!). Deine Wut auf meinen Hinweis zum Theologen den wir beide kennen begründete ich Punkt für Punkt bzw. Spiegelstrich für Spiegelstrich.
Meine BEGRÜNDUNGEN schrieb ich Dir.
Klaus, wenn Du deine Reaktionen liest, dann erkennst Du deine Ausgrenzung.
Sie geben kein gutes Bild von Dir!
Habe ich „beleidigt“ geschrieben? Schick mir den Text. Ich brauche meinen Kontext aus dem Chat.
Klaus, meine Kommentare geben eine klare Auskunft.
Lies sie bitte bevor Du sie löscht!
Gruß Johanne, 4.1.25 17:49 Und 18:06 Und 19:18 Uhr
Woraus entnimmst du konkret meine Wut auf einen Theologen?
die Idee "Religious Fiction" gefällt mir. So verstanden kann ich mir viele Predigten und Glaubensaussagen entspannter anhören als normalerweise. Und es bedeutet ja nicht, dass nicht auch Wahres darin steckt. Stammt diese Begriffsbildung gerade von dir oder ist sie schon etabliert. Und gibt es auch ein deutsches Wort dafür? Die Grenzen meiner Sprache sind die Grenzen meiner Welt.
Viele Grüße
Thomas
der Begriff "Religious Fiction" war tatsächlich eine Idee von mir, die mir in Anlehnung an den bekannten Begriff "Science Fiction" kam. Anderswo ist mir der Begriff noch nicht begegnet. Ich wollte damit eigentlich Menschen ansprechen, die von der Existenz Gottes (noch) nicht überzeugt oder zumindest skeptisch sind. Am nähesten kommt dem, was ich meine, vielleicht der Begriff "Hypothese".
Man könnte auch sagen, dass all unser Reden von Gott letztlich eine Fiktion oder Hypothese ist in dem Sinne, dass unser Reden nicht mit der Wahrheit Gottes identisch ist, sondern ein Versuch, dieser Wahrheit mit den unzulänglichen Möglichkeiten unserer Sprache und Begrifflichkeit nahezukommen. Als Fiktion bleibt unser Reden immer ein Versuch, und dass daraus mehr als eine Fiktion wird, also eine wahre Erkenntnis Gottes, würde ich dem Offenbarungswirken Gottes zuschreiben, das nicht in unserer Hand liegt. Unser Reden bietet dem anderen insofern eine Möglichkeit des Verstehens, aus der Gott eine Wirklichkeit des Verstehens beim anderen machen kann. Oder anders formuliert: Aus einer gedanklichen Fiktion kann Gott mehr als eine Fiktion werden lassen, nämlich eine Gewissheit.
Viele Grüße
Klaus