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Hundert Hoffnungslichter

Christsein verstehen
Veröffentlicht von in Theologie to go · 2 November 2020
Tags: NachtTodLeidHoffnung

T h e o l o g i e   t o   g o
Hundert Hoffnungslichter
Klaus Straßburg | 02/10/2020

Wer in diesen Tagen in der Dämmerung oder am Abend einen Blick auf einen Friedhof wirft, erlebt ein beeindruckendes Schauspiel: ein hundertfaches Lichtermeer.

Auf vielen katholischen Gräbern steht eine lange brennende Kerze in einem Glas- oder Kunststoffbehälter, ein sogenanntes Seelenlicht. Ein wunderschönes Symbol, besonders in den Abendstunden: Das Seelenlicht steht für das ewige Licht, das den Verstorbenen leuchtet. Die Lichter leuchten meist in den Farben rot, orange, gelb oder weiß sowie in allen Zwischentönen.

In der Nacht des Todes leuchtet auf dem Grab ein ewiges Licht. Unsere Augen sehen nur das Grab; aber der Glaube stellt ein Licht darauf, der Finsternis des Todes zum Trotz. Das ist Hoffnung über den Tod hinaus.

Wir überlassen den Tod und die Trauer nicht der Finsternis, sondern setzen das Licht Gottes dagegen.

Von Gott heißt es: „Licht ist dein Kleid, das du anhast" (Ps 104,2). Und von Jesus wird erzählt, dass er von sich sagte: „Ich bin das Licht der Welt" (Joh 8,12).

Von diesem Licht steht geschrieben: „Das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat's nicht ergriffen" (Joh 1,5).

Dieser Satz kann zwei Bedeutungen haben, je nachdem, wie man das Verb „ergreifen" hier versteht. Seit den ersten Jahrhunderten wurde der Satz in der Christenheit unterschiedlich ausgelegt.

Entweder ist gemeint „Die Finsternis hat das Licht nicht aufgenommen." Das würde dem Vers 10 entsprechen „Die Welt hat ihn [Jesus] nicht erkannt" und dem Vers 11 „Die Seinen nahmen ihn nicht auf" (V 11).

Oder es ist gemeint „Die Finsternis hat das Licht nicht überwältigt." Das würde zu Joh 12,35 passen „Wandelt, so lange ihr das Licht habt, damit euch die Finsternis nicht überwältigt."

Wie auch immer dem sei, jedenfalls gilt das tröstliche Wort Jes 9,2: „Das Volk, das in der Finsternis wandelt, sieht ein großes Licht." Und das schon oben zitierte Jesuswort Joh 8,12 wird so fortgesetzt: „Wer mir nachfolgt, wird gewiss nicht in der Finsternis wandeln, sondern wird das Licht des Lebens haben."

Ein Symbol für das Licht des Lebens stellen katholische Christ*innen zu Allerheiligen auf die Gräber. Es leuchtet die ganze Nacht hindurch und kündet vom Licht in der Finsternis.


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