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Hoffnung in Zeiten des Krieges |66

Christsein verstehen
Veröffentlicht von in Hoffnung in Zeiten des Krieges · 31 Dezember 2022

In der Synagoge [...]: Man tritt am Ende eines Gebetes drei Schritte zurück, um dem Frieden Raum zu geben. Dieses Zurücktreten hilft auch im Alltag oder wenn man einen Krieg beenden will. Wer jetzt bei Eiseskälte in der Ostukraine sitzt, kann das zwar nicht, aber andere könnten. Frieden ist das Gute, das auch im Krieg nie ganz verloren geht.
Das Gute ist jenseitig und diesseitig. [...] Deshalb predige ich als Rabbiner zu Neujahr stets denselben Spruch: Ein Jahr mit seinen Flüchen möge enden, ein Jahr mit seinen Segnungen beginnen!

Rabbiner Andreas Nachama / Berlin


Wir sind es gewohnt, voranzugehen, vielleicht sogar das Tempo vor- und den Ton anzugeben. Wohl jeder Mensch tut das auf seine Weise.

Nicht so nah liegt uns das Zurücktreten. Obwohl wir gerade so Vorbild sein könnten.

Es ist eine vielsagende Geste: dem Frieden Gottes Raum geben, indem man drei Schritte zurücktritt. Drei. Der Friede Gottes will mehr Raum einnehmen, als wir meinen.

Wie gut täte es der Menschheit im neuen Jahr, wenn viele Menschen, die Mächtigen voran, jeder in seinem Umfeld, das Zurücktreten lernen würden. Es würde ungeheure Segnungen ermöglichen.

Bitten wir den Herrn der Geschichte darum: "Ein Jahr mit seinen Flüchen möge enden, ein Jahr mit seinen Segnungen beginnen!" – und treten wir dann drei Schritte zurück ...


Quelle: DIE ZEIT Nr. 53 vom 22.12.2022, S. 59.





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