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Hoffnung in Zeiten des Krieges |53

Christsein verstehen
Veröffentlicht von in Hoffnung in Zeiten des Krieges · 27 August 2022

Zwei Männer haben ihr Land verlassen, um nicht als Soldaten kämpfen zu müssen.

Maksim Gaidukow, 20 Jahre alt, aus Smolensk in Russland, floh aus seinem Land und lebt jetzt in Berlin:

Ich will nicht zum Militär, das ist Betrug an der jungen Generation. Ich will nicht gegen die Ukraine kämpfen. Ich will gegen niemanden kämpfen!

Ilja Owtscharenko, 36 Jahre alt, aus der ukrainischen Großstadt Krywyj Rih, ging im Dezember 2021 aus beruflichen Gründen nach Ungarn und und kehrte nach Kriegbeginn nicht in die Ukraine zurück:

Pazifisten oder Christen, die nach dem Grundsatz "Du sollst nicht töten" leben, müssen das Recht haben, die Kriegsgebiete zu verlassen. Das ist ein Menschenrecht. [...] Meine Position ist: Jeder Mensch, der einen anderen tötet, ist schuldig vor Gott. Es gibt keine Ausnahme, in keinem Fall.

Zwei Männer aus den Ländern, die gegeneinander Krieg führen, weigern sich, in diesem Krieg mitzumachen. Es sind nur zwei von vielen. Andere haben Befehle verweigert, sich versteckt oder sich selbst verstümmelt, um nicht kämpfen zu müssen. Der ukrainische Grenzschutz hat seit Ende Februar ungefähr 6.400 Männer bei dem Versuch erwischt, der Wehrpflicht zu entkommen.

Jeden Tag sterben Hunderte junger Männer auf beiden Seiten. Und die Oberbefehlshaber in ihren mit Atombunkern gesicherten Regierungssitzen wollen, dass der Krieg weitergeht.

Maksim Gaidukow und Ilja Owtscharenko haben es geschafft, sich dem gegenseitigen Töten zu verweigern. Viele andere werden zum Töten gezwungen.

Dass es Menschen gibt, die sich widersetzen, macht Hoffnung. "Stell dir vor, es ist Krieg, und keiner geht hin."


Quelle: DIE ZEIT Nr. 33 vom 11.8.2022, Seite 13.






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