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Donald Trump - Messias der Evangelikalen?

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Veröffentlicht von in Theologie aktuell · 25 Januar 2025
Tags: EthikPolitikOrientierungWeltregimentHoffnung

Donald Trump – Messias der Evangelikalen?
Klaus Straßburg | 25/01/2025

Viele amerikanische Evangelikale haben Donald Trump gewählt. Über deren Motivation habe ich bereits in einem anderen Artikel berichtet.

Doch Trump wird auch in Deutschland von nicht wenigen evangelikalen Christen verehrt. Sie sehen ihn als eine Art Heilsbringer, sozusagen als neuen Messias – als Erlöser von der angeblich vorherrschenden links-grünen Weltanschauung.


Die politische Gesinnung hat die Oberhand über den
christlichen Glauben gewonnen

Natürlich würden die Evangelikalen Donald Trump nicht als Messias bezeichnen. Messias ist für sie nur Jesus Christus. Und der war ohne Sünde. Trump aber ist ein Sünder, wie auch seine Anhänger zugestehen.

Aber... Jetzt kommt das große Aber: Trump ist ein Sünder, aber Israels König David war auch ein Sünder, und Gott hat ihn dennoch zum mächtigen Herrscher erwählt. So ist es auch mit Donald Trump. Er ist ein von Gott zur Herrschaft auserwählter Sünder.

Ich frage mich, was mit diesem Argument eigentlich gesagt werden soll. Will man Donald Trump und König David auf ein und dieselbe Stufe stellen? Das kann nicht im Ernst gemeint sein. David war eine gläubiger Israelit, Trump ist ein Amerikaner, an dessen Gläubigkeit man mit Recht zweifeln kann. David hat seine Sünde eingestanden und bereut (2Sam 12,13a; 24,10). Von dem Egomanen und selbstverliebten Narzissten Trump ist das nicht bekannt und auch kaum vorstellbar. Bisher jedenfalls hat er in seinen zahlreichen Gerichtsverfahren jede Schuld abgestritten.

Wenn man aber König David und Trump nicht auf dieselbe Stufe nebeneinander stellen will, was soll der Vergleich dann besagen? Vielleicht, dass Gott auch Sünder dazu erwählen kann, Gutes zu tun? Das ist zweifellos richtig. Aber dazu bedarf es keines Vergleichs mit König David. Da würde schon der ungläubige persische König Kyros ausreichen, von dem das Alte Testament berichtet, dass Gott ihn dazu bewegte, Gutes zu tun (2Chr 36,22f; Esr 1,1-4).

Aber was besagt überhaupt der Hinweis darauf, dass Gott Sünder erwählen kann, Gutes zu tun? Dieser Hinweis besagt nur, dass Gott das tun kann. Er besagt aber nicht, dass Trump in die Reihe dieser Erwählten gehört. Wenn man das damit aussagen wollte, dann könnte man ebenso beliebige andere Präsidenten und Staatsmänner zu von Gott erwählten Herrschern erklären: zum Beispiel Bismarck, Napoleon, Kaiser Wilhelm II., Stalin oder Adolf Hitler ...

Die Aufzählung zeigt schon, wie absurd es ist, jemanden, von dem in der Bibel überhaupt keine Rede ist, zum von Gott erwählten Herrscher von Gottes Gnaden zu erklären. Wenn also biblisch und theologisch nicht zu erweisen ist, dass Trump von Gott auserwählt wurde, dann muss es etwas anderes sein, was manche Gläubige dazu bewegt, Trump als von Gott Erwählten zu betrachten. Dieses Andere kann dann nur in seiner politischen Haltung bestehen.

Das heißt: Wer Trump eine göttliche Erwählung zuspricht, tut das, weil er seine politische Haltung für richtig hält. Es ist also eine politische Gesinnung, die hier das Urteil fällt. Und dieser politischen Gesinnung gibt man dann nachträglich durch den Vergleich Trumps mit König David eine religiöse Weihe.

Die politische Gesinnung hat dann die Oberhand über den christlichen Glauben gewonnen.

Das ist gefährlich. Denn die Annahme, Trump sei von Gott erwählt, verleiht ihm einen quasi unangreifbaren Status. Als von Gott erwählter Herrscher kann er nun tun, was er will: Er ist ja von Gott gesegnet und wird deshalb Gottes Auftrag ausführen – es sei denn, er weicht deutlich von den Erwartungen seiner Anhänger ab. Dann würden sie ihm vielleicht die Treue aufkündigen – jedenfalls diejenigen, die ihm nicht gänzlich verfallen sind.


Viel deutlicher kann man die eigene Person nicht zu dem machen,
der das Reich Gottes auf Erden herbeiführt

Bisher hat Trump offenbar die Erwartungen seiner Anhänger erfüllt. Seine bisher bekannt gewordenen Skandale und Gesetzwidrigkeiten, seine Lügen und seine Demokratiefeindlichkeit führen offenbar in den Augen seiner christlichen Anhänger nicht dazu, ihm seine göttliche Erwählung abzusprechen. Denn auch König David hat trotz seiner Verfehlungen seine göttliche Erwählung nicht verloren.

Im Gegenteil: Gott hat nach alttestamentlicher Darstellung der David-Dynastie ein ewiges Reich verheißen, das nach christlichem Verständnis in seinem Nachkommen Jesus seinen Abschluss und sein Ziel fand (2Sam 7,16; Lk 1,30-33). Könnte nicht Donald Trump in dieser bis in die Ewigkeit reichenden Geschichte eine außerordentliche Rolle spielen?

Die David-Dynastie hat ihr Ende gefunden. Es gibt keine Herrscher aus dem Haus Davids mehr. Aber es gibt Jesus, der in die Nachkommenschaft Davids gehört und dessen Reich ein ewiges Reich sein wird: das messianische Friedensreich ohne Ende.

Es ist das ewige Reich des "Menschensohns", der im Neuen Testament mit Jesus Christus identifiziert wird (Dan 7,13f; Mt 24,30f u.ö.). Vor der Errichtung seines ewigen Reichs aber wird nach einer christlichen Tradition Christus den Teufel aus der Welt verbannen und 1000 Jahre lang auf Erden herrschen. Dann werden 1000 Jahre lang absoluter Friede und Gerechtigkeit auf Erden herrschen (Dan 2,44 i.V.m. Offb 20,1-4). Dieses zukünftige "Tausendjährige Reich" wurde in der christlichen Tradition auch das "Goldene Zeitalter" genannt.

Auch Donald Trump hat in seiner Antrittsrede am 20. Januar vom Goldenen Zeitalter gesprochen: Das Goldene Zeitalter Amerikas beginne mit seiner Präsidentschaft. Wir stünden am Beginn einer aufregenden neuen Ära des nationalen Erfolgs, und das Sonnenlicht ströme über die ganze Welt – natürlich von Amerika, und das heißt von Donald Trump aus. So bezeichnete er sich in seiner Antrittsrede auch als "Friedensstifter und Einiger", der beim Attentatsversuch in Pennsylvania "von Gott gerettet wurde, um Amerika wieder groß zu machen."

In Trumps Sicht sind die Vereinigten Staaten eine außergewöhnliche, glorreiche und siegreiche Nation unter Gott, die mit keiner anderen Nation auf Erden zu vergleichen ist. Das ist die Position des amerikanischen Exzeptionalismus, der amerikanischen Außergewöhnlichkeit, die wohl alle amerikanischen Präsidenten in ihren Antrittsreden zur Sprache gebracht haben.

Mit ihrer Macht und Stärke, mit Mut und Mitgefühl werde Amerika, so Trump, "alle Kriege beenden und einen neuen Geist der Einheit in die Welt bringen." Seine "Regierung amerikanischer Patrioten" werde "schnell handeln, um Hoffnung, Wohlstand, Sicherheit und Frieden für Bürger aller Ethnien, Religionen, Hautfarben und Glaubensrichtungen zurückzubringen", und nichts werde sich dabei seiner Nation entgegenstellen.

Vermutlich weil seine Amtseinführung am amerikanischen Gedenktag für Martin Luther King stattfand, nahm Trump auf den Pastor und Bürgerrechtler Bezug und kündigte an, dass Amerika seinen Traum verwirklichen werde. King ging es in seiner berühmten Rede um die Aufhebung der Rassentrennung und ein Ende aller rassistischen Ungerechtigkeit und Unterdrückung. Er zitierte dabei die Vision des Propheten Jesaja, wonach, bildlich gesprochen, alles Unebene gerade werden und die Herrlichkeit Gottes auf Erden offenbart werden soll (Jes 40,4f).

Trump hat diese biblische Verheißung mit seiner Präsidentschaft verbunden. Viel deutlicher kann man die eigene Person nicht zu dem machen, der das Reich Gottes auf Erden herbeiführt. Eine neue Ära, also ein neues Zeitalter, eine Zeitenwende, beginne mit Trump, sagte er. Das Licht der Sonne, ein christliches Symbol für Jesus Christus, werde sich über die Welt ausbreiten. Trumps Herrschaft werde alle Kriege beenden und einen neuen Geist der Einheit hervorbringen. So werden sich Frieden, Sicherheit, Hoffnung und Wohlergehen für alle ausbreiten. Er selbst, Trump, sei ja ein von Gott geretteter Friedensstifter.

Das alles sind Begriffe, die in der christlichen Tradition allein für den Messias Jesus Christus verwandt werden. Und weil Trump der Messias nicht ist, gibt es auch eine andere Seite seiner scheinbar gottgegebenen Herrschaft.


Man sollte sich Fragen, ob Trumps Politik
christlichen Werten standhält

Die Anhänger Trumps müssen wissen, welche Politik sie mit seiner Person unterstützen. Trump will das Pariser Klimaabkommen aufkündigen und damit das Ziel nicht mehr verfolgen, die Erderwärmung auf 1,5 Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit zu begrenzen. Die zerstörerischen Folgen des Klimawandels werden vor allem die kommenden Generationen tragen müssen. Ist das ein christlicher Umgang mit Gottes Schöpfung und mit unseren Nachkommen?

Das ist nicht das Ende des Klimaschutzes. Die Politik Trumps wird wohl nur eine geringe Auswirkung haben, wenn die anderen Staaten bei ihren Klimaschutzmaßnahmen bleiben. Panik ist also nicht angesagt. Aber jeder sollte sich Fragen, ob Trumps Politik christlichen Werten standhält.

Das gilt auch für den Austritt aus der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die Trump angekündigt hat. Die WHO unterstützt vor allem arme Staaten bei ihrer Gesundheitspolitik. Das Streichen von Geldern für die WHO schadet also vor allem den Armen dieser Welt. Ich kann das nicht für christlich halten.

Trump scheint von der Demokratie nicht viel zu halten. Er hat diejenigen begnadigt, die im Jahr 2021 den Kongress stürmten, in dem die Abgeordneten die Wahl Joe Bidens zum Präsidenten bestätigen wollten. Das Parlament musste seine Sitzung unterbrechen und die Abgeordneten mussten vor der gewalttätigen Menge in Sicherheit gebracht werden. Fünf Menschen starben, Abgeordnetenbüros wurden verwüstet. Zu den von Trump Begnadigten gehören Rechtsextremisten wie die "Proud Boys", das sind gewaltbereite,  rassistische weiße Faschisten.

Die Demokratie ist sicher nicht die einzig mögliche Staatsform. Sie hat zahlreiche Schwächen, ist aber besser als jede Oligarchie oder Autokratie. Bestrebungen, die Demokratie zu schwächen oder abzuschaffen und faschistische Gewalttäter zu begnadigen, kann man daher kaum christlich nennen.

In dieselbe Richtung weist, dass Trumps neuer Freund Elon Musk während der Antrittsfeier den Hitlergruß zeigte oder, Bodo Ramelow zufolge, einen amerikanischen Nazigruß, auch wenn er das nachträglich abstritt. Die amerikanische Nation und die Ära eines nationalen Erfolgs kamen in Trumps Rede erstaunlich oft vor. Ich kann aber einen Nationalismus, der das eigene Volk und seine Erfolge allen anderen Völkern vorordnet, nicht für christlich halten. Das hatten wir in Deutschland schon mal – mit dem bekannten millionenfachen Leid.

Auf Trumps Gesetzesbrüche, seinen eitlen Egozentrismus, seine Lügen, seine frauenverachtenden Äußerungen, seine Gebietsansprüche (Grönland, Kanada, Panamakanal) und vieles andere will ist jetzt gar nicht eingehen. Das alles ist wohlbekannt. Ich möchte aber noch erwähnen, dass Trump es nicht für nötig hielt, bei seiner Vereidigung die linke Hand auf die Bibeln zu legen, wie es in den USA üblich ist.

Ihn trotz alledem für einen von Gott erwählten Präsidenten zu halten, kann ich nicht nachvollziehen. Einzig seine Ablehnung von Schwangerschaftsabbrüchen kann man als christliche Haltung bezeichnen. Aber um Schwangerschaftsabbrüche abzulehnen, muss man nicht Christ sein. Man kann sie auch aufgrund eines säkular-konservativen Wertekanons ablehnen. Und es wäre sehr einseitig, wenn die Ablehnung von Schwangerschaftsabbrüchen allein den Ausschlag dafür gäbe, Trump zu unterstützen.


Donald Trump ist kein Weltherrscher,
der der Welt das Goldene Zeitalter bringen kann

Es gibt Christinnen und Christen, die Trump eine quasi-religiöse Verehrung entgegenbringen, als sei er zwar nicht der Messias, aber ein dem Messias ähnlicher Heilsbringer, mit dem das Goldene Zeitalter, das Tausendjährige Reich beginnt. Wirklich christliche Gründe gibt es für diese Verehrung nicht. Dahinter steht vielmehr eine konservative politische Gesinnung. Die kann man haben, aber man sollte sie dann auch als das bezeichnen, was sie ist: eine politische Weltsicht. Gefährlich wird es, wenn man ihr eine christliche Weihe verleiht. Denn dadurch macht man sie unangreifbar und alternativlos.

Übrigens hat Jesus um die Gefahren von politisch-religiösen Heilsbringern gewusst, als er sagte (Mt 24,4f.23-25):

Seht zu, dass euch niemand in die Irre führt. Denn viele werden in meinem Namen kommen und sagen: "Ich bin der Messias" und werden viele in die Irre führen. [...]
Wenn dann jemand zu euch sagt: "Siehe, hier ist der Messias!", oder: "Dort!", glaubt (es) nicht. Denn es werden falsche Messiasse und falsche Propheten aufstehen und große Zeichen und Wunder vorführen, um – wenn möglich – auch die Auserwählten in die Irre zu führen. Siehe, ich habe (es) euch vorhergesagt.

Donald Trump hat nicht gesagt "Ich bin der Messias." Aber er hat sich als "Friedensstifter und Einiger", als Befreier und Wohltäter für alle Menschen, als von Gott vor dem Tod geretteter und siegreicher Herrscher präsentiert. Das alles sind Bezeichnungen, mit denen die biblischen Schriften den Messias beschreiben. Jesus aber warnte davor, solchen Verführern zu verfallen. Diese Gefahr ist besonders groß, wenn sie Zeichen und Wunder tun, wenn also Überraschendes und Unerwartetes durch sie geschieht und sie sich so als von Gott Gesandte auszuzeichnen vermögen.

Walter Klaiber schreibt in seinem Matthäus-Kommentar, aus dem auch die obige Übersetzung des Bibeltextes entnommen ist:

Es ist ein Kennzeichen von Notzeiten, dass Leute auftreten, die sich als Retter und Führer ausgeben und von denen sich Leute verführen lassen. Im jüdischen Kontext heißt dies, dass sie sich als Messias ausgeben, den von Gott gesandten Befreier und Retter. [...] Es wird eine grundsätzliche Warnung ausgesprochen: Vorsicht, wenn Leute euch glauben machen wollen: "Hier ist der Messias!", oder: "Dort!", bleibt misstrauisch und glaubt (es) nicht.

Man muss sich nicht als Jesus Christus ausgeben, um sich als Messias feiern zu lassen. Es gab und gibt auch andere angebliche Messiasse – Herrscher, die sich als von Gott gesandte Retter, Befreier und Heilsbringer für die ganze Welt darstellen.

Nach der Wahl Donald Trumps zum Präsidenten sind manche Christen in Deutschland geradezu euphorisch, andere eher verängstigt und deprimiert. Ich plädiere für Gelassenheit. Gott kann tatsächlich Gutes durch Trump bewirken. Ob Gott das tun wird, wissen wir nicht. Dafür können wir nur beten.

Trump selber ist in seinem offensichtlichen Größenwahn eher eine Gefahr als ein Heilsbringer. Persönliche und nationale Selbstbezogenheit sind immer gefährlich. Wenn das Goldene Zeitalter von nur einem einzigen Menschen oder einer einzigen Nation ausgehen soll, müssen gerade Christen hellhörig werden. Denn sie sollten wissen, dass messianische Verheißungen nur von Jesus Christus erfüllt werden und von niemandem sonst.

Donald Trump ist kein Weltherrscher, der der Welt das Goldene Zeitalter bringen kann. Denn der Herr der Geschichte ist nach christlichem Bekenntnis Jesus Christus, nicht Donald Trump. Und darum gilt für Trump das Wort, das der ehemalige Bundespräsident Gustav Heinemann schon 1950 beim 2. Evangelischen Kirchentag in Essen sagte:

Lasst uns der Welt antworten, wenn sie uns furchtsam machen will: Eure Herren gehen, unser Herr aber kommt!

Auch Donald Trump wird gehen, wie alle seine Vorgänger und Nachfolger. Die Zukunft aber liegt in den Händen Jesu Christi, der nicht geht, sondern kommt.

Darum können Christen – trotz aller Lügen, politischen Wirren und negativen Aussichten – zuversichtlich in die Zukunft blicken.


* * * * *


Quellen:
  • Walter Klaiber: Das Matthäusevangelium. Teilband 2: Mt 16,21-28,20. Neukirchener Verlagsgesellschaft mbH. Neukirchen-Vluyn 2015. Die Zitate finden sich auf den Seiten 163, 170 und 175. Die ganze von Klaiber herausgegebene Kommentarreihe "Die Botschaft des Neuen Testaments" ist auch für Nichttheologen sehr zu empfehlen.
  • Deutsche Übersetzung der Antrittsrede von Donald Trump: Berliner Zeitung.
  • Zu Trumps Antrittsrede ist auch zu empfehlen das knapp 7minütige Audio des Deutschlandfunks Logik des Imperialismus? Literaturwissenschaftler Barbara Buchenau über Trump.
  • Zum Martin-Luther-Kind-Tag: Wikipedia.

Grafik: Sambeet D auf Pixabay.




4 Kommentare
2025-01-26 14:44:50
Hallo Klaus,

Trump inszeniert sich als Messias, und ein paar Verwirrte glauben es ihm, in den USA mehr als in Deutschland.

Ich fand es richtig gut, dass die amerikanische Bischöfin Mariann Edgar Budde Trump und seiner Entourage ein paar passende Worte dazu gepredigt hat. Trump saß da und hatte anscheinend Mühe, sich zu beherrschen. Hinterher hat er dann sie persönlich und ihren Gottesdienst kritisiert und eine Entschuldigung von ihr verlangt. Gegenangriff, das Übliche bei ihm. Was zeigt, dass er sich getroffen fühlt.

Viele Grüße

Thomas
2025-01-26 15:51:56
Hallo Thomas,

danke für deinen Beitrag. Ich hatte dies nur in einer kurzen Meldung gehört und bin dem jetzt noch einmal genauer nachgegangen. Endlich mal eine mutige Kirchenvertreterin, die sich nicht hinter nichtssagenden Floskeln und allgemeinen "Wahrheiten" versteckt, die niemandem wehtun und von denen sich niemand angesprochen fühlt. Davon kann man sich nur mehr wünschen, auch in Deutschland. Zwar hat Bedford-Strohm ihr zugestimmt, aber ob er ebenso kritisch wäre, wenn es um einen deutschen Bundeskanzler ginge, ist sehr fraglich.

Ich hatte dieses und andere Themen in meinem Artikel ausgespart, darum hier einige Zitate aus der Predigt der Bischöfin:

"Es gibt schwule, lesbische und transsexuelle Kinder in demokratischen, republikanischen und unabhängigen Familien, von denen einige um ihr Leben fürchten."

Und zum Thema Migration: "Die überwältigende Mehrheit der Einwanderer ist nicht kriminell. Sie zahlen Steuern und sind gute Nachbarn. Sie sind treue Mitglieder unserer Kirchen, Moscheen und Synagogen, Gurdwara und Tempel. Unser Gott lehrt uns, dass wir dem Fremden gegenüber barmherzig sein sollen, denn auch wir waren einst Fremde in diesem Land."

Viele Grüße
Klaus
2025-01-26 18:37:21
Hallo Klaus,

zur Frage, ob deutsche Kirchenvertreter wohl ähnlich mutig wären: hochrangige Vertreter beider Großkirchen haben sich ja bereits ebenso klar zur AfD geäußert, und die AfD ist ja m. E. noch am ehesten in der gleichen politischen Richtung einzuordnen wie Trump, vgl. die Unterstützung von Musk für Weidel und seinen Tele-Auftritt beim AfD-Parteitag.

Viele Grüße

Thomas
2025-01-26 21:58:59
Ja, das hast du recht. Ich dachte an andere Fragen, bei denen man nicht unbedingt die Mehrheit in Deutschland auf seiner Seite hat, wie es bei der AfD der Fall ist. Es ist ja immer leichter, mit dem Strom zu schwimmen ...

Einen schönen Abend
Klaus
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