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Das richtige Weihnachten feiern

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Veröffentlicht von in Theologie to go · 10 Dezember 2020
Tags: WeihnachtenCorona

T h e o l o g i e   t o   g o
Das richtige Weihnachten feiern
Klaus Straßburg | 10/12/2020

Viele Menschen fürchten jetzt, nicht richtig Weihnachten feiern zu können, weil eine Feier im großen Kreis der Familie aufgrund der Pandemie verboten werden könnte.

Dabei hat der ursprüngliche Sinn des Weihnachtsfestes gar nichts mit einer Feier im großen Kreis der Familie zu tun.

Es ist verständlich, dass wir gern unsere Familie um uns haben und mit ihr zusammen Weihnachten feiern möchten.

Es sieht aber so aus, dass der eigentliche Sinn des Weihnachtsfestes für viele Menschen gar nicht mehr erkennbar ist – auch deshalb nicht, weil sich alles auf die Familienfeier konzentriert.

Natürlich schließt es sich nicht aus, dem Sinn des Weihnachtsfestes gerecht zu werden und zugleich im großen Familienkreis zu feiern. Aber es ist eine Frage, wo man den Akzent setzt.

Und weil die Familienfeier meist alle Konzentration auf sich lenkt, könnte es eine Chance sein, Weihnachten diesmal nur im kleinen Kreis der Familie zu feiern. Alles wäre ruhiger und besinnlicher, und man könnte dadurch eher den Sinn des Weihnachtsfestes wiederentdecken und das richtige Weihnachten feiern.


* * * * *




8 Kommentare
2020-12-11 11:02:25
Für die meisten ist Weihnachten wirklich nur eine reine Familienfeier mit einem Geschenke-Ritual. Für manche sogar ein sehr schönes Ereignis. Aber worauf besinnen sich diese Menschen? Warum sollten diese sich besinnen? Welcher Familie gehören gläubige Christen an? Ist das wirklich ein genetisches und doch viel mehr ein moralisches Ereignis? Eine moralische Familienfeier? Eine aktive und bekennende Familie für göttliche Ideale? Ein Frieden mit der Welt ist unmöglich, aber mit Gott und dem dem wir vergeben wollen. Suchen das die Menschen an Weihnachten? Oder geht es hier einfach nur um Geselligkeit während sie sich an einer emotionellen Illusion berauschen, an die sie ohnehin nicht wirklich glauben, sonst könnte man es an ihren Opfern erkennen. Ja, die Liebe ist immer ein moralisches Thema.
Brauchen wir wirklich ein Weihnachten und das als Christen??? Die ersten Nachfolger feierten den Sieg Jesu und die Überwindung dieser Welt. Wer braucht da noch ein Weihnachtsfest?
Natürlich kann man alles einem heiligen und guten Zweck überführen. So gibt es Glücksspiele zum Wohl von Menschen mit körperlichen Einschränkungen. Muss das sein? Warum ein heidnisches Fest nehmen und um-deklarieren? Aber es ist wie mit allem im Leben, die Verpackung muss stimmen. Denn wäre das Wahrhaftige darin, wäre es süß und bitter zugleich und dies wollen die meisten Menschen sich nicht antun. Leider. Liebe ist keine Einbahnstraße, denn Einbahnstraßen fördern keine Beziehungen, weder zu Gott noch zum Nächsten.
2020-12-11 16:34:32
Eigentlich sind ja Karfreitag und Ostern die größten christlichen Feste: das dankbare Gedenken der Versöhnung und der Erlösung. Erst dann kommt Weihnachten als die Feier der Menschwerdung Gottes. Für meinen Glauben ist es schon wichtig, dass Gott uns so nahe gekommen ist, dass er einer von uns wurde und unser aller Geschick bis hin zum Tod erlitt. So ist er ein Gott mitten unter uns und nicht nur in himmlischer Ferne. Er ist ein leidender Gott und nicht ein leidensunfähiges "höchstes Wesen". Er ist der konkret in der Geschichte liebende Gott und nicht der abstrakt vom Himmel her alles steuernde. Darum ist mir auch Weihnachten wichtig - das wahre Weihnachten. Leider haben viele Menschen, wie du schon richtig beschreibst, etwas anderes daraus gemacht: eine Feier des Konsums, der Geselligkeit und der eigenen Familie - also letztlich feiern sie sich selbst. Das aber ist die Perversion des wahren Weihnachten.

Jeder Christenmensch möge Weihnachten so feiern, wie es dem wahren Sinn des Festes entspricht, oder auch gar nicht feiern und trotzdem der Menschwerdung Gottes gedenken. Wichtig ist doch, dass wir für Gottes Eingehen in unsere Welt dankbar sind, für das Licht, das in der Finsternis scheint, für den Engel, der uns zuruft: "Fürchtet euch nicht, denn euch ist heute der Heiland geboren!"
2020-12-12 09:05:06
Für diese übernatürliche "künstliche" körperliche Befruchtung zur Menschwerdung kann, darf und soll man dankbar sein. Viel wichtiger erscheint mir die Gnade und Empathie die in Gottes Geist bei der übernatürlichen "künstlichen" geistigen Befruchtung, die dann in Jesus mehr als offensichtlich wurde.
Ich sehe, du hast das Herz am rechten Platz.
2020-12-12 12:13:32
Ja, Gnade ist Gottes Sein bei uns und für uns, Gnade ist alles, was wir sind, haben und sein werden.
2020-12-18 13:28:32
Es begab sich aber zu der Zeit, dass der eingebildete Mensch sich auf ein Weihnachtsfest vorbereitete, welches das letzte Fest des Lügens sein sollte. Denn eigentlich wusste der eingebildete Mensch nicht, weshalb es gefeiert wurde. Schließlich wusste er nichts über Jesus von Nazareth, dessen Geburt begangen, und auch nichts über die (Nächsten)Liebe, in deren Namen das „Fest der Liebe“ gefeiert wurde:
https://melezyprzikap.wordpress.com/2020/12/11/die-letzte-geburtstagsfeier-eines-moralisierenden-wanderpredigers/
2020-12-18 17:47:12
Es ist leider wahr, dass die meisten Menschen nichts über den Sinn des Weihnachstsfestes wissen (wollen) und darum auch über die Liebe, die in dem ihren Grund hat, dessen Geburt gedacht werden sollte, nichts wissen können - es sei denn, sie erfahren die Gnade, dennoch zu lieben, was aber nicht aus ihnen kommt, sondern von dem her, dessen sie nicht gedenken.
Jochen
2020-12-20 12:59:58
"Jauchzt und jubelt, ihr Bewohner von Zion; / denn groß ist in eurer Mitte der Heilige Israels." (Jes. 12,6)

Wie ist das im Orient noch heute, und wie war es auch bei uns früher? Da waren alle wichtigen Angelegenheiten eigentlich eine Angelegenheit der Familie oder der Haushaltung. Und wenn es keine Familienangelegenheit war, dann war es nicht so wichtig. Und ebenso die Feste.
2020-12-20 17:23:50
Ja, es ist wunderbar, wenn Weihnachten die Angelegenheit (der Mittelpunkt) der Familie ist und nicht die Familie die Angelegenheit (der Mittelpunkt) von Weihnachten.
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