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Danken, denken und fragen

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Danken, denken und fragen
Klaus Straßburg | 03/10/2020
 
Vor einigen Wochen bin ich auf dem Grund eines Sees spazieren gegangen. Das war ein eindrückliches Erlebnis: Der ganze Grund war von Algen überzogen. Sie hatten sich über den Boden gelegt und Erde, Steine und Felsbrocken unter sich begraben. Es war, als hätte sich eine Pflanze den ganzen Untergrund einverleibt. Wie in einem Horrorfilm, in dem raubtierhaft agierende Pflanzen alles andere überziehen und ersticken.
 
Aber es war kein Horrorfilm. Es war nur ein großer Teil des Biggeseegrunds, der von vertrockneten braunen Algen überzogen war. Das Wasser hatte sich schon lange aus den flacheren Teilen des Sees zurückgezogen.
 
Will man von Horror sprechen, dann besteht sie darin, dass die Trockenheit uns schon fest im Griff hat. Flüsse und Seen trocknen teilweise aus, die Grundwasserspiegel senken sich und die Bevölkerung wird zum Wassersparen aufgerufen.
 
 
1. Gottes Verheißungen machen Mut
 
Ich bin dennoch nicht pessimistisch, denn ich vertraue Gottes Verheißungen. Zum Beispiel dieser Verheißung:  „Solange die Erde steht, werden nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht“ (Gen/1Mo 8,22). Gott hat uns versprochen, dass die Ernte nicht aufhören wird. Es wird also auch das Wasser da sein, ohne das es kein Wachsen und Gedeihen gibt.
 
Psalm 135,7 weiß, dass Gott „die Wolken heranführt“ und „Blitze zu Regen macht“. Nach Hes/Ez 34,25f verheißt Gott, der gute Hirte, den Israeliten: „Ich werde einen Friedensbund mit ihnen schließen […]. Ich werde ihnen Sprühregen geben zur rechten Zeit, werde den Regen zu seiner Zeit herunterschicken; Wasser des Segens werden es sein.“ Was für ein Segen in den trockenen Gebieten Israels! Und der Mensch, der den Psalm 23 betete, vertraute ganz diesem guten Hirten: „Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser“ (wörtlich: „Er lässt mich lagern auf grüner Au und ruhen am Lager beim Wasser“; Übersetzung von Artur Weiser) (Vers 2).
 
Wir können uns auf Gottes Verheißungen verlassen und gewiss sein, dass er seine Schöpfung mit all ihren Geschöpfen nicht dem Tod preisgeben wird.
 
 
2. Unsere Taten schlagen zurück
 
Es könnte aber sein, dass Gott es zulässt, dass unsere eigenen Taten „über unser Haupt kommen“ (z.B. 2Sam 1,16; 1Kön 2,32f.37.44). Das Bild will sagen: Unsere Taten könnten auf uns selbst zurückschlagen wie ein Ball, den wir mit Wucht an eine Wand werfen und der so schnell zurückprallt, dass er uns selber trifft. Wir entgehen unseren eigenen Taten nicht. Sie verfolgen uns, und wenn es schlechte Taten waren, richten sie an uns selbst Schaden an oder an unseren Kindern: „Die Väter haben saure Trauben gegessen, und den Kindern werden davon die Zähne stumpf“ (Jer 31,29). Das war wohl ein Sprichwort in Israel. Man wusste schon damals, was die eine Generation der anderen zufügen kann.
 
Ist es also soweit, dass Gott unsere Taten über unser Haupt kommen lässt – und über die Häupter unserer Kinder? Lässt Gott es zu, dass die Trockenheit, die wir verursacht haben und weiter verursachen, für unsere Kinder zur Wasserknappheit wird? Oder schon für uns selbst? Lässt Gott das zu – nicht, um uns zu schädigen oder zu strafen, sondern aus einem ganz anderen Grund: um uns zu einem besseren Verhalten zu führen?
 
Mag sein, dass Gott es zulässt. Ich könnte es als Mahnruf des liebevollen Gottes verstehen. Sollte es so sein, dann wäre ich dankbar für diesen Mahnruf. Denn er würde bedeuten: Gott hat uns noch nicht aufgegeben.
 
 
3. Dankbarkeit verändert
 
Wir können also dankbar sein für Gottes Versprechen, seine Schöpfung vor einem vorzeitigen Ende zu bewahren, aber auch für seine Mahnungen und Rufe zur Umkehr, weil sie nur zu unserem Besten sind.
 
Dankbarkeit verändert. Die Worte „danken“ und „denken“ hängen wortgeschichtlich zusammen. Das könnte bedeuten: Wer dankbar ist, beginnt immer neu über den Grund des Dankes nachzudenken. Und wer in rechter Weise nachdenkt, wird dankbar für manches, worüber er nachdenkt.
 
Wenn wir dankbar sind für die Schönheit der Schöpfung (wir sagen heute gern: für die Schönheit der Natur), dann werden wir immer wieder darüber nachdenken, wie es der Schöpfung oder Natur eigentlich geht und wie wir uns ihr gegenüber verhalten. So wie wir über den Zustand unserer Zimmerpflanzen oder unseres Gartens nachdenken.
 
Wir werden dann vielleicht überlegen: Gott hat uns die Schöpfung als unseren Lebensraum gegeben. Sie ist für uns ein Ort der Erholung, an dem wir uns freuen und zur Ruhe kommen können. Sie ist geradezu ein heilsamer, therapeutischer Ort. Traurigkeit und Niedergeschlagenheit können in der Schöpfung verfliegen. Ohne diese Lebensgrundlage können wir gar nicht existieren.
 
Wir überlegen weiter: Diese kostbare Gabe ist uns nur von Gott geliehen. Gott bleibt der Eigentümer seiner Schöpfung (z.B. Ps 24,1; 89,12). Wir dürfen uns in ihr bewegen und sie zu unserem Wohl gebrauchen. Diese Gabe der Schöpfung wollen wir selbstverständlich so behandeln, wie wir Kostbarkeiten auch sonst behandeln: Wir gehen vorsichtig und sorgsam mit ihnen um. Wir schließen sie vielleicht in einer Glasvitrine ein, um sie zu schützen und uns an ihnen zu erfreuen. Wir nehmen sie nicht so in Gebrauch, dass sie irgendwann zerbrechen oder ihre Schönheit verlieren.
 
Die Schöpfung, ohne die wir nicht leben können, wollen wir so gebrauchen, dass sie in ihrer Schönheit erhalten bleibt und dass sie keinesfalls geschädigt wird. Denn damit würden wir Gott, den Eigentümer der Schöpfung, nicht ernst nehmen. Und wir würden uns selbst Schaden zufügen.
 
Soweit unser Denken, das aus dem Danken entspringt. Doch wenn wir weiterdenken, merken wir: Die Menschheit handelt nicht so, wie es unserem Danken und Denken entspricht. Wir selbst handeln auch nicht immer so. Wir gebrauchen die Schöpfung nicht, sondern wir verbrauchen sie in maßloser Weise. Wir sind auch hier Konsumenten geworden, denen es um kurzfristigen Genuss geht. Doch was geschieht dadurch? „Unsere Taten kommen über unser Haupt.“
 
Wenn man fragt, warum unser Denken und Handeln nicht übereinstimmen, könnte man zu der Antwort kommen: weil wir nicht wirklich danken. Weil es uns an Dankbarkeit fehlt für das, was wir als unsere Lebensgrundlage geliehen bekommen haben. Eigentlich fehlt es uns also auch an Dankbarkeit für unser Leben, das es nur innerhalb dieser Schöpfung geben kann. Stattdessen wollen wir immer mehr und immer etwas anderes als das, was Gott uns mit der Schöpfung gegeben hat. Und dieses „immer mehr“ und „immer etwas anderes“ bekommen wir nur auf Kosten der Schöpfung.
 
Also wollen wir dankbarer werden und noch besser nachdenken über uns selbst.
 
 
4. Dankbarkeit stellt Fragen
 
Wer dankt und denkt, stellt sich Fragen. Auch Fragen an sich selbst. Jeder mag sich auf seine Weise Fragen an sich selbst stellen. Hier nenne ich einige Fragen, die ich in diesem Zusammenhang für wichtig halte. Ich stelle sie mir nicht nur einmal, sondern immer wieder. Denn täglich muss ich mich entscheiden, wie ich leben möchte.

1. Frage
Der Schöpfer hat seine Schöpfung nicht einfach erschaffen und dann aus den Händen gelegt. Er hält sie vielmehr weiterhin in seinen Händen und sorgt dafür, dass sie Bestand hat. Das sagen zum Beispiel die oben unter Punkt 1 zitierten Schriftstellen.

Darum ist meine erste Frage die nach dem Gebet. Denn wenn ich Gott als denjenigen anerkenne, der die Schöpfung bis heute vor ihrem Ende bewahrt hat, dann folgt daraus, dass ich ihn um weitere Bewahrung bitte. Vertraue ich also die Schöpfung dem Schöpfer an? Lege ich ihr Geschick (und auch mein eigenes) vertrauensvoll in Gottes Hände? Oder blicke ich nur auf meine eigenen Taten und klammere Gott mit seinen Taten aus?
 
2. Frage
Auch meine zweite Frage hängt damit zusammen, ob ich Gott als den Schöpfer anerkenne. Es geht darum, ob ich Gott als den achte, der die Schöpfung mir und allen anderen Geschöpfen als ihren Lebensgrund geliehen hat. Oder ob ich die Schöpfung als etwas Selbstverständliches nehme, das mir gehört und mit dem ich machen kann, was ich will.
 
Der Unterschied ist gewaltig. Niemand kann leben, ohne die Schöpfung auch zu verbrauchen. Aber das Maß ist entscheidend. Bin ich im rechten Maß, was meinen Verbrauch der Schöpfung angeht? Oder gehöre ich zu denen, die maßlos geworden sind in ihrem Verbrauch der Schöpfung?
 
Gerade die reichen Länder dieser Welt haben den größten Anteil am Verbrauch der Schöpfung, und in diesen Ländern besonders die finanziell bessergestellten Menschen. Mache ich diesen Verbrauch fraglos mit?
 
3. Frage
Ich möchte meine alten Gewohnheiten ablegen und stattdessen „über Gottes Weisungen nachdenken Tag und Nacht“ (Ps 1,2). Es sind Weisungen für ein gutes, Gott wohlgefälliges und mir selbst und allen Geschöpfen wohltuendes Leben.
 
Gewohnheiten können am Nachdenken hindern. Wenn ich aber nachdenke, stelle ich auch meinen gewohnten Lebensstil in Frage. Welche Möglichkeiten habe ich, die alten Gewohnheiten hinter mir zu lassen? Wo kann ich mein Leben ändern? Weil nichts alternativlos ist, frage ich: Welche Alternativen gibt es für mich persönlich? Bin ich offen für Alternativen und sage: „Weise mir, Herr, deinen Weg, dass ich wandle in deiner Wahrheit“ (Ps 86,11)?
 
Ja, ich möchte mir den Weg weisen lassen. Das geht aber nur, wenn ich meinen bisherigen Weg (meine Gewohnheiten) auf den Prüfstand stelle.
 
4. Frage
Auf manches kann ich nicht verzichten. Unsere Gesellschaft und schon unser nacktes Leben fordern Ressourcenverbrauch. Indem ich dies hier in den PC tippe und meinen Blog betreibe, verbrauche ich Ressourcen. Aber, wie gesagt, es geht um das rechte Maß.
 
Darum frage ich mich: Welche Dinge und Verhaltensweisen sind für mich so wichtig, dass ich sie nicht aufgeben kann, und welche dienen eigentlich nur meiner Bequemlichkeit? Was und wie viel davon brauche ich wirklich, um glücklich zu sein? Wo habe ich mir nur einreden lassen oder mir angewöhnt, dass ich es unbedingt brauche? Wie kann ich meinen Verbrauch der Schöpfung reduzieren, indem ich ihn nachhaltig gestalte?
 
Meine Kräfte sind begrenzt, aber ich denke, ich kann einige Bequemlichkeiten aufgeben. Also frage ich mich: Welche Unbequemlichkeiten bin ich bereit und fähig auf mich zu nehmen? Nehme ich Jesu Wort über das Glücklichsein ernst: „Glücklich sind die, die hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen gesättigt werden“ (Mt 5,6)?
 
Auch wenn es vordergründig anders aussehen mag: Glücklich werden nicht die, die immer mehr für sich selbst wollen. Sondern glücklich werden die, die so leben wollen, dass sie Gottes Liebe gerecht werden.
 
5. Frage
Wir haben schnell Angst, etwas zu verlieren. Etwas von unserem Komfort, von unserer Bequemlichkeit, letztlich von unserem Glück.
 
Darum frage ich mich: Verliere ich wirklich so viel, wenn ich mein Verhalten ändere? Gewinne ich nicht vielleicht sogar etwas damit?
 
Was verlieren eigentlich die Menschen im globalen Süden oder die Menschen der kommenden Generationen durch mein Handeln? Womit belaste ich Pflanzen und Tiere, die auch Geschöpfe Gottes sind, in unnötiger Weise?
 
Verzicht ist ein Wort, das heute nicht hoch im Kurs steht. Aber kann es nicht befreiend sein, auf etwas verzichten zu können? Nicht, weil mich jemand dazu zwingt, sondern weil ich es will!
 
6. Frage
Wenn wir weiterdenken, merken wir, dass Verhaltensänderungen im privaten Bereich gut sind, aber nicht ausreichen. Denn all unser privates Engagement hilft nicht, wenn die Politik in eine andere Richtung läuft.
 
Dankbarkeit hat deshalb auch eine politische Dimension. Darum ist es gut, über das Private hinaus zu fragen. Ich bin dankbar für den relativ gut funktionierenden Staat, in dem ich leben kann. Und dennoch frage ich: Was läuft falsch in unserem Staat und im Wirtschaftsleben, wenn er zu maßlosem Verbrauch der Schöpfung führt? Wie kann ich persönlich auf das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben einwirken? Wo kann ich Flagge zeigen und eine Vorbildfunktion übernehmen?
 
Ich möchte, dass meine Dankbarkeit und mein Denken Einfluss auf meine politische Willensbildung und Wahlentscheidung haben. Ich möchte mich auch hier nicht nur in gewohnten Bahnen bewegen.
 
 
5. Gott die Ehre geben
 
Sich selbst zu fragen kann eine Entscheidungshilfe sein. Die Entscheidung selbst aber muss aus unserem Herzen kommen. Es geht nicht darum, dass wir uns zu etwas zwingen, sondern dass wir uns in Freiheit entscheiden, wie wir leben wollen.
 
Sicher müssen wir uns manchmal einen Stoß geben: Wir müssen uns überwinden, in einer Weise zu handeln, die unserem Danken und Denken entspricht. Denn Gott zwingt uns nicht. Seine Gebote zwingen uns auch nicht. Sie sind nur Wegweisungen, auf die wir uns einlassen können oder auch nicht.
 
Wir sollen aber wissen, dass es nicht egal ist, wie wir uns entscheiden. Unser Ziel muss sein, dem Schöpfer die Ehre zu geben, die ihm gebührt. Mit allem anderen missachten wir den Schöpfer, unsere Mitgeschöpfe und uns selbst.
 
Mit unserem Dank geben wir dem Schöpfer die Ehre, mit unserem Nachdenken auch. Also auch mit unseren Fragen an uns selbst. Denn nur wer Fragen stellt, bewegt sich weiter. Und nur wer sich von Gott fragen lässt, kann sich von ihm verändern lassen.
 
Wenn wir uns von Gott fragen lassen, lassen wir uns auf ihn ein, lassen ihn an uns heran, schotten uns nicht ab. Wir teilen seine Liebe zur Schöpfung und schätzen die Schöpfung und den Schöpfer – und nicht nur uns selbst und unseren Vorteil.
 
Damit der Horror, den es in Gottes Schöpfung gibt, von uns nicht etwa gefördert, sondern eingedämmt wird.


* * * * *





2 Kommentare
2020-10-04 21:02:09
Hallo Klaus,

die ersten beiden Absätze lassen mich die Achseln zucken. Wenn man aus der Bibel Aussagen in beiden Richtungen bekommt und sich dann anscheinend aussuchen kann, was man nimmt, je nachdem, ob man Zuversicht verbreiten oder drohen und warnen will, wie wertvoll sind dann diese Ratschläge überhaupt im Bezug auf das angesprochene Problem. Von anderen Bibelstellen wie „Machet euch die Erde untertan“ (1. Mose 1,28) und dem dahinterstehenden Bild der Rolle des Menschen in der Natur braucht man da gar nicht mehr anzufangen.

Ich bin der Meinung, heute sollte man da mit den Ergebnissen der Wissenschaft arbeiten und auf das wohlverstandene Eigeninteresse der Menschheit verweisen, sich ihren Lebensraum zu erhalten. Das ist eine klare und geradlinige Argumentation, unabhängig von der Religion.

Und wer weiß, vielleicht hat der Schöpfer ja noch ein paar andere Eisen im Feuer. Wir können ja heute nicht mehr unbedingt davon ausgehen, dass die Erde der einzige belebte Planet im Welt ist und wir die am weitesten entwickelte Spezies. Wer wir es nicht packen, schafft es vielleicht eine andere Zivilisation, längerfristig zu überleben.

Viele Grüße

Thomas
2020-10-04 22:20:47
Hallo Thomas,

ich nehme an, dass du mit den ersten beiden Absätzen das unter 1. und 2. Gesagte meinst.

Was dort steht, ist für mich kein Widerspruch. Mit dem unter 1. Gesagten meinte ich, dass Gott es nicht so weit kommen lassen wird, dass wir dem Leben auf der Erde ein Ende setzen werden, bevor er es so bestimmt hat. Nicht wir bestimmen, wann alles Leben auf der Erde endet, sondern Gott allein. Denn auf das Ende des Lebens auf der Erde bezieht sich ja Gen 8,22.

Mit dem unter 2. Gesagten meinte ich, dass es dennoch geschehen kann, dass wir selbst, unsere Kinder oder auch die Menschen im globalen Süden unter unseren Taten leiden, ja dass sogar Menschen als Folge dieser Taten sterben (das ist ja auch schon jetzt der Fall, denkt man z.B. an die ungleiche Verteilung von Nahrungsmitteln). Das ist aber etwas anderes als das Ende alles Lebens auf der Erde.

Ich wollte mit dem 1. Abschnitt die Angst vor dem Weltuntergang nehmen und gegen eine Art apokalyptischer Stimmung in manchen Kreisen sprechen. Solche Stimmung kann auch jedes Engagement abtöten, nach der Devise: "Es ist sowieso nichts mehr zu retten."

Dazu passt übrigens der Gedanke, dass der Schöpfer vielleicht noch ein paar Eisen im Feuer hat. Ich denke das auch. Ich würde dabei gar nicht so sehr an andere galaktische Zivilisationen denken, sondern eher an Gottes Möglichkeiten für uns hier auf der Erde. Der Mensch ist ja in Krisensituationen sehr findig und immer sehr anpassungsfähig gewesen. So Gott will und in der Geschichte entsprechend wirkt, wird es also auf unserer Erde weitergehen.

Auf die Theodizeefrage, warum denn manche Menschen überleben und andere sterben müssen, gehe ich jetzt mal nicht ein. Denn die stellt sich bei allem Reden über Gott und kann doch letztlich nicht rational beantwortet werden.

Viele Grüße
Klaus
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