Bonhoeffer: "Stationen auf dem Wege zur Freiheit"
Eine Interpretation zum 80. Todestag Dietrich Bonhoeffers
Klaus Straßburg | 09/04/2025
Am 9. April 1945 wurde Dietrich Bonhoeffer auf Anordnung Adolf Hitlers im Konzentrationslager Flossenbürg ermordet, 14 Tage vor der Befreiung des Konzentrationslagers durch die US-Armee. Einen Monat später war der Krieg zu Ende. Bonhoeffer gehörte zum Widerstand gegen Hitler und war Mitwisser des Attentats auf Hitler vom 20. Juli 1944.
Ich möchte den 80. Todestag dieses großen Theologen zum Anlass nehmen, über sein Gedicht "Stationen auf dem Wege zur Freiheit" nachzudenken. Bonhoeffer, der seit dem 5.4.1943 inhaftiert war, schickte dieses Gedicht zusammen mit einem Brief vom 21.7.1944 aus dem Untersuchungsgefängnis der Wehrmacht in Tegel an seinen Freund Eberhard Bethge. Der Brief wurde also einen Tag nach dem gescheiterten Anschlag auf Hitler geschrieben, ebenso wie das Gedicht, das Bonhoeffer dem Brief mit einigen Begleitzeilen beifügte.
Brief und Gedicht sind also unter dem unmittelbaren Eindruck des fehlgeschlagenen Anschlags und der damit verbundenen Enttäuschung geschrieben. Auch die Lebensgefahr Bonhoeffers erhöhte sich dadurch, dass der Umsturzversuch scheiterte. Von daher kann man das Gedicht als eine rückblickende Beschreibung seines Wegs als Christ lesen, der ihn in den Widerstand gegen das Naziregime und in das damit zusammenhängende Leid und schließlich in den Tod führte.
1. Der Text des Gedichtes
Hier nun der Text des Gedichtes, bei dem Bonhoeffer, wohl aus Papiermangel, die einzelnen Zeilen durch Schrägstriche voneinander trennte. Ich stelle es hier in der üblichen Gedichtform dar.
Stationen auf dem Wege zur Freiheit
Zucht
Ziehst du aus, die Freiheit zu suchen, so lerne vor allem
Zucht der Sinne und deiner Seele, daß die Begierden
und deine Glieder dich nicht bald hierhin, bald dorthin führen.
Keusch sei dein Geist und dein Leib, gänzlich dir selbst unterworfen
und gehorsam, das Ziel zu suchen, das ihm gesetzt ist.
Niemand erfährt das Geheimnis der Freiheit, es sei denn durch Zucht.
Tat
Nicht das Beliebige, sondern das Rechte tun und wagen,
nicht im Möglichen schweben, das Wirkliche tapfer ergreifen,
nicht in der Flucht der Gedanken, allein in der Tat ist die Freiheit.
Tritt aus ängstlichem Zögern heraus in den Sturm des Geschehens,
nur von Gottes Gebot und deinem Glauben getragen,
und die Freiheit wird deinen Geist jauchzend empfangen.
Leiden
Wunderbare Verwandlung. Die starken, tätigen Hände
sind dir gebunden. Ohnmächtig, einsam siehst du das Ende
deiner Tat. Doch atmest du auf und legst das Rechte
still und getrost in stärkere Hand und gibst dich zufrieden.
Nur einen Augenblick berührtest du selig die Freiheit,
dann übergabst du sie Gott, damit er sie herrlich vollende.
Tod
Komm nun, höchstes Fest auf dem Wege zur ewigen Freiheit,
Tod, leg nieder beschwerliche Ketten und Mauern
unsres vergänglichen Leibes und unsrer verblendeten Seele,
daß wir endlich erblicken, was hier uns zu sehen mißgönnt ist.
Freiheit, dich suchten wir lange in Zucht und in Tat und in Leiden.
Sterbend erkennen wir nun im Angesicht Gottes dich selbst.1
2. Zur Einordnung des Gedichtes
Dieses Gedicht ist mir lange Zeit fremd geblieben. Besonders gestoßen habe ich mich an der ersten Strophe über die christliche Zucht und an dem Gedanken, dass der Weg zur christlichen Freiheit über die Stationen der Selbstzucht und der eigenen Taten führen soll. So jedenfalls hatte ich Bonhoeffer verstanden.
Meine Erfahrung ist eine andere. Ich habe das Gefühl christlicher Freiheit dadurch erlangt, dass ich mich von jedem religiösem Druck und Anspruch an moralisches Handeln löste und mein Heil nicht von meinen Taten, sondern allein von Gottes Gnade erwartete. Das Gedicht Bonhoeffers aber schien mir auszudrücken, dass wir Freiheit erringen, indem wir Selbstbeherrschung lernen und im Gehorsam gegen die Gebote Gottes leben.
Aus anderen Texten Bonhoeffers wusste ich zwar, dass er die in Jesus Christus geschehene Gnade groß machen wollte. Gerade mit solchen Äußerungen aber konnte ich dieses Gedicht nicht in Einklang bringen.
In dem Brief, dem er das Gedicht beilegte, blickt Bonhoeffer auf die vergangenen Jahre, die Jahre des Widerstands waren, zurück. Er schreibt:
Ich habe in den letzten Jahren mehr und mehr die tiefe Diesseitigkeit des Christentums kennen und verstehen gelernt; nicht ein homo religiosus [religiöser Mensch], sondern ein Mensch schlechthin ist der Christ, wie Jesus [...] Mensch war. Nicht die platte und banale Diesseitigkeit der Aufgeklärten, der Betriebsamen, der Bequemen oder der Lasziven [Unanständigen, Unzüchtigen], sondern die tiefe Diesseitigkeit, die voller Zucht ist, und in der die Erkenntnis des Todes und der Auferstehung immer gegenwärtig ist, meine ich.2
Bonhoeffer, 1906 geboren, wuchs in eine Welt hinein, die von Gewalt und Menschenverachtung geprägt war. Der christliche Glaube war ihm immer etwas, was seinen Ort im Diesseits hatte, gerade weil sein Anker im Jenseits lag. Ein Christ war für ihn kein religiöser, wir würden heute vielleicht sagen: ein rein spiritueller Mensch, der sich in Jenseitssehnsüchten ergeht und aus der sündigen Welt zurückzieht. Sondern ein Christ hat sich im Hier und Jetzt zu bewähren und den Kampf mit den zerstörerischen Mächten der Welt zu führen.
Mit der "tiefen Diesseitigkeit" meint Bonhoeffer ein Leben in Auseinandersetzung mit den widergöttlichen Mächten, die nicht nur in den Bösen ihr Unwesen treiben, sondern auch in uns selbst. Ihnen kommt man nicht bei mit frommen Sprüchen und spiritueller Weltvergessenheit. Hier steht man im Kampf mit todbringenden Gewalten und mit sich selbst – ein Kampf, der Selbstzurücknahme und Selbstbeherrschung einschließt. Dieser Kampf wird geführt in der Erkenntnis, dass zwar der Tod der zu zahlende Preis sein kann, dass aber die Auferstehung den Sieg über den Tod davontragen wird.
Die widergöttlichen Mächte, die Bonhoeffer erlebte, waren zahlreich: Eine festgefahrene und orientierungslose Kultur, Sinnlosigkeitsgefühle und Kriegsbegeisterung führten in den Ersten Weltkrieg, Nationalismus, Judenhass und grenzenlose Menschenverachtung in den Zweiten. Als Christ konnte sich Bonhoeffer dem weder anschließen noch es distanziert beobachten. Er musste sich in den "Sturm des Geschehens" hineinbegeben, um Widerstand zu leisten. Das war für ihn die "tiefe Diesseitigkeit des Christentums", eine Diesseitigkeit, die sich aus ihrer jenseitigen Fundierung speiste.
3. Zucht
In der Bindung an die Gnade Gottes und in der Gewissheit der Auferstehung kann ein Leben "voller Zucht" geführt werden. Ich zitiere nochmals aus dem Brief:
Später erfuhr ich und ich erfahre es bis zur Stunde, daß man erst in der vollen Diesseitigkeit des Lebens glauben lernt. Wenn man völlig darauf verzichtet hat, aus sich selbst etwas zu machen – sei es einen Heiligen oder einen bekehrten Sünder oder einen Kirchenmann [...], einen Gerechten oder einen Ungerechten, einen Kranken oder einen Gesunden – und dies nenne ich Diesseitigkeit, nämlich in der Fülle der Aufgaben, Fragen, Erfolge und Mißerfolge, Erfahrungen und Ratlosigkeiten leben, – dann wirft man sich Gott ganz in die Arme, dann nimmt man nicht mehr die eigenen Leiden, sondern die Leiden Gottes in der Welt ernst, dann wacht man mit Christus in Gethsemane, und ich denke, das ist Glaube, das ist metánoia [Umkehr]; und so wird man ein Mensch, ein Christ. (Vergl. Jerem. 45!) Wie sollte man an Erfolgen übermütig oder an Mißerfolgen irre werden, wenn man im diesseitigen Leben Gottes Leiden mitleidet? [...] Ich bin dankbar, daß ich das habe erkennen dürfen und ich weiß, daß ich es nur auf dem Wege habe erkennen können, den ich nun einmal gegangen bin. Darum denke ich dankbar und friedlich an Vergangenes und Gegenwärtiges.3
Bonhoeffer schildert seine Erfahrung, im Glauben ganz darauf zu verzichten, aus sich selbst etwas zu machen, und sich stattdessen ganz in Gottes Arme zu werfen. Dieser Glaube gründet in der verlässlichen Liebe Gottes, die uns niemals verfügbar, aber immer geschenkt ist. Insofern gründet der Glaube im Jenseits, lebt aber im Diesseits: in der Fülle der irdischen Herausforderungen, Fragen, Enttäuschungen, im Scheitern, aber auch in Erfolgen und Hoffnungen.
Die eigenen Misserfolge, Enttäuschungen und Fragen beschäftigen uns naturgemäß in besonders starker Weise. Umso mehr fällt die Bemerkung Bonhoeffers auf, dass man im Glauben nicht mehr die eigenen Leiden, sondern die Leiden Gottes in der Welt ernst nimmt und Gottes Leiden mitleidet. Für das Christentum ist es immer noch ein oft ungewohnter Gedanke, dass Gott leiden kann. Zu stark hat sich das Dogma der Allmacht Gottes mit dem Gedanken seiner Leidensunfähigkeit verbunden. Das Leiden und Sterben Jesu am Kreuz weist uns aber darauf hin, dass Gottes Allmacht darin besteht, dass er leiden kann und sich gerade in seiner Leidensfähigkeit durchsetzt.
Gottes Leiden in der Welt sind seine Leiden am Kreuz, aber auch die Leiden, die er mit den von ihm geliebten Geschöpfen teilt. Nach dem Matthäusevangelium wird der Menschensohn mit den in der Welt Leidenden gleichgesetzt: mit den Hungrigen und Durstigen, den Fremden, Nackten, Kranken und Inhaftierten, also mit denen, deren Leid von uns vergrößert oder verringert werden kann. Ihre Leiden sind auch Jesu Leiden, und was wir ihnen tun oder versagen, tun oder versagen wir ihm (Mt 25,31-46).
Bonhoeffers Weg war es, in der Diesseitigkeit des Lebens – im "Sturm des Geschehens" – Gottes Leiden mitzuleiden. Das hat ihn nicht den Glauben gekostet, sondern den Glauben in ihm erweckt.
Dabei geht es um den Glauben, der sich im vollmächtigen Wort, im Evangelium, aber auch in der verantwortungsvollen Tat, in der Liebe, ausdrückt. Jede Einseitigkeit ist hier verfehlt. Das Wort verliert ohne die Tat seine Zeugniskraft, und die Tat wird ohne das Wort beliebig.
Von dieser Einsicht her kann Bonhoeffer sein Gedicht über die "Stationen auf dem Wege zur Freiheit" mit der Strophe über die Zucht beginnen.
Ziehst du aus, die Freiheit zu suchen, so lerne vor allem
Zucht der Sinne und deiner Seele, daß die Begierden
und deine Glieder dich nicht bald hierhin, bald dorthin führen.
Keusch sei dein Geist und dein Leib, gänzlich dir selbst unterworfen
und gehorsam, das Ziel zu suchen, das ihm gesetzt ist.
Niemand erfährt das Geheimnis der Freiheit, es sei denn durch Zucht.
Bonhoeffer will, indem er mit der Zucht beginnt, nicht das Evangelium ausklammern oder hinter die ethischen Forderungen zurückstellen. Er will aber deutlich machen – und das hat er mit seinem ganzen Leben bezeugt –, dass das Evangelium die ethischen Forderungen impliziert, der Glaube also unweigerlich mit den Taten der Liebe verbunden ist (Joh 13,34; 1Joh 4,10f; Jak 2,14-17).
Denn wer die Liebe Jesu Christi für sich gelten lässt, lebt in der Liebe zu Jesus Christus. Dann aber kann er nicht gleichgültig gegenüber denen sein, die Jesus Christus liebt und mit denen er leidet. So liebt der Glaubende, indem er Jesus Christus liebt, zugleich die leidenden Menschen und leidet mit ihnen.
Das einzuschärfen ist nicht trivial. Denn zu allen Zeiten gab es Christen, die sich vornehmlich auf das jenseitige Seelenheil konzentrierten – das eigene und das ihrer Mitmenschen –, die aber das diesseitige Wohlergehen ihrer Mitmenschen vernachlässigten. Zwar kann man mit Paulus vertreten, dass das ewige Seelenheil ein größeres Gewicht hat als das zeitlich begrenzte Wohlergehen auf Erden (Röm 8,18). Aber es gibt hier kein Entweder – Oder. Das Eintreten für das Seelenheil schließt das Engagement für das Wohlergehen auf Erden nicht aus, sondern ein. Und wer sich nicht für das irdische Wohlergehen der Leidenden engagiert, der muss sich fragen lassen, ob es ihm wirklich ernst ist mit seinem Einsatz für das himmlische Seelenheil.
Der Einsatz für die Leidenden in der Welt führt selbst ins Leid. Es ist nicht nur das Mitleid, sondern es ist der Kampf mit den eigenen Sehnsüchten und Antrieben, die den Nächsten verletzen. Diese müssen unter Kontrolle gebracht werden, um nicht zerstörerisch zu wirken. Das meint Bonhoeffer mit dem alten Wort "Zucht".
Ein Christ ringt um die Kontrolle über seine Gefühle und Taten, anstatt sich irgendwelchen inneren Antrieben bequem hinzugeben und dadurch dem Nächsten Leid zuzufügen. Er ringt darum, das Ziel zu erreichen, das ihm von Gott gesetzt ist. Dieser Kampf ist ein Teil des Leidens um des Nächsten willen. Denn das Erreichen des Ziels ist eine täglich neue Herausforderung für uns (Phil 3,12-14).
Bonhoeffer fordert in diesem Zusammenhang "Keuschheit". Was er damit meint, erschließt sich aus einem Brief, den er sechs Tage später ebenfalls an seinen Freund Eberhard Bethge geschrieben hat:
Das Wesentliche an der Keuschheit ist nicht ein Verzicht auf Lust, sondern eine Gesamtausrichtung des Lebens auf ein Ziel. Wo eine solche fehlt, verfällt die Keuschheit zwangsläufig der Lächerlichkeit. Keuschheit ist die Voraussetzung für klare und überlegene Gedanken.4
Das Wort "Keuschheit" meint hier nicht sexuelle Enthaltsamkeit, sondern, seiner früheren Bedeutung entsprechend, ein Leben, das "tugendhaft, sittsam, enthaltsam, rein" geführt wird.5 Eine tugendhafte, reine, sich des Bösen enthaltende Gesamtausrichtung des Lebens führt nach Bonhoeffer zu klaren Gedanken und ethisch verantwortlichen Taten. Wenn das Ziel fest im Auge ist, von dem auch Paulus sprach, dann prägt diese Ausrichtung das ganze Leben mit allen Gedanken und Taten.
Es ist von Belang, sich einmal an die Bedeutung einer fundamentalen Lebensausrichtung zu erinnern. Denn wir leben in einer Zeit, in der alle das Leben prägenden Zielvorstellungen und ethischen Grundhaltungen in einer radikalen Auflösung begriffen sind. So wird es für den Einzelnen immer schwerer, bezüglich seiner Lebensziele und Handlungsorientierung festen Boden unter den Füßen zu gewinnen.
Die Zucht führt nach Bonhoeffer in die Freiheit – die Freiheit von zerstörerischen Trieben und selbstsüchtigen Bedürfnissen. Diese Freiheit vom Bösen und Zerstörerischen ist zugleich die Freiheit zum Guten und Lebensförderlichen. Der Mensch, der die bösen Antriebe in sich überwindet und Lebensförderliches bewirkt, erlebt die Freiheit, die Gott für ihn bestimmt hat: Er folgt nicht "in sich selbst verkrümmt" (Luther) seinen unmittelbar aufbrechenden Antrieben, sondern er lebt in der Weite der göttlichen Gebote, in der er mit seinem ganzen Leben dem Ziel zustrebt, das Gott ihm bestimmt hat.
Zucht ist hier also gerade nicht das, was uns einengt und für das Leben verschließt, sondern im Gegenteil das, was uns von uns selbst befreit und uns so in die Welt führt und für den Mitmenschen öffnet.
So verstanden sagt Bonhoeffers Strophe über die Zucht etwas Wesentliches über die christliche Freiheit aus. Sie besteht eben nicht darin, seinen dumpfen Antrieben freien Lauf zu lassen, sondern in der Kraft Gottes ein von ihnen befreites Leben zu führen.
Den Kampf gegen die selbstzentrierten Mächte in uns zu gewinnen ist nur möglich durch die Kraft des heiligen Geistes, der uns von Gott geschenkt wird. Nicht wir gewinnen diesen Kampf, sondern Christus, der in uns lebt (Gal 2,20a). Wir können allerdings die uns geschenkte Kraft Gottes "auslöschen" (1Thess 5,19), so dass sie nichts bewirkt und die lebensabträglichen Mächte uns weiterhin beherrschen.
Trotz dieser Deutung des Gedichtes bleibt in ihm die all unserem Denken und Handeln vorangehende Gnade Gottes meiner Meinung nach unterbelichtet. Sie erschließt sich erst, wenn man andere Texte Bonhoeffers hinzuzieht. Insofern ist das Gedicht, für sich allein genommen, missverständlich. Bonhoeffer hat das vielleicht selbst empfunden. Denn er fügte dem Gedicht am Morgen nach seiner Abfassung folgende an seinen Freund gerichteten Sätze hinzu:
Ich sehe heute früh, daß ich die Verse noch einmal ganz umbauen muß. Trotzdem mögen sie im Rohbau so an Dich abgehen. Ich bin ja kein Dichter!6
Auch wenn Bonhoeffer kein Dichter gewesen sein mag, haben seine uns hinterlassenen Gedichte eine Wirkung entfaltet, die manchem Dichter versagt blieb.
4. Tat
Nach der Zucht widmet sich Bonhoeffer der dem Glauben entsprechenden Tat:
Nicht das Beliebige, sondern das Rechte tun und wagen,
nicht im Möglichen schweben, das Wirkliche tapfer ergreifen,
nicht in der Flucht der Gedanken, allein in der Tat ist die Freiheit.
Tritt aus ängstlichem Zögern heraus in den Sturm des Geschehens,
nur von Gottes Gebot und deinem Glauben getragen,
und die Freiheit wird deinen Geist jauchzend empfangen.
Es gibt viele Möglichkeiten, sich der verantwortlichen Tat zu entziehen. Bonhoeffer führt einige dieser Verweigerungen auf.
Wer das Beliebige tut, ist der Wankelmütige. Er ist der, der sich treiben lässt im Strom der Meinungen und Zeitgeister. Er folgt den Antrieben, nach denen sein Sinn gerade steht, oder schließt sich dem herrschenden Mainstream an. Er hat keine eigenen Maßstäbe für das, was zu tun an der Zeit ist. So gehört er zu denen, die Jesu Mitleid erweckten, weil sie erschöpft und orientierungslos umherirrten wie Schafe, die keinen Hirten haben (Mt 9,36).
Solche Menschen leben ohne Sinn und Ziel. Sie haben keine eigene Meinung, keinen festen Standpunkt, sondern stehen auf ständig wankendem Boden. Sie sind ein gefundenes Fressen für diejenigen, die andere für ihre jeweilige Sache vereinnahmen und manipulieren wollen.
Es ist bequem, sich das eigene Denken zu ersparen und sich den Werten anderer anzuschließen. Wer so lebt, ist in der Blase der sich selbst Bestätigenden gefangen. Er wird aus dieser Blase nur herausfinden, wenn er es wagt, selber nachzudenken, wenn er das Wagnis nicht scheut, alles auf seine wahre Güte hin zu prüfen und nur das Gute zu behalten (1Thess 5,21; 1Joh 4,1).
Wer im Möglichen schwebt, ist der romantische Träumer. Er hat die Bodenhaftung verloren. Weil ihm die Wirklichkeit der Welt zu schwer ist, verliert er sich in fernen Welten, die er sich ausmalt und herbeiwünscht. So verpasst er das, was in aller Unvollkommenheit möglich wäre. Doch weil ihm alles möglich erscheint, kann ihm keine erreichbare Wirklichkeit genügen. Er gleicht den Jüngern, die bei Jesu Himmelfahrt regungslos in den Himmel starren, anstatt sich frohen Mutes der Welt zuzuwenden (Apg 1,10-12).
Solche Menschen sind geneigt, nur das Vollkommene anzuerkennen. Fehler sind ihnen ein Greuel. Weil sie aber das Vollkommene suchen, fliehen sie vor der Tat, die auf Erden immer unvollkommen bleiben wird. Ihnen fehlt die Tapferkeit, sich in die Abgründe des wirklichen Lebens zu begeben und dort das relativ bessere und ihnen jeweils Mögliche zu tun, das ihr Herr ihnen anvertraut hat (Lk 19,11-27).
Wer hingegen zu den Gedanken flieht, ist der Ideologe, der Gedankenmensch, der alle Möglichkeiten erwägt und abwägt, ohne jemals zur Tat zu schreiten. Er fühlt sich wohl in seiner Gedankenwelt. Er entwirft große Programme, durchdenkt alles bis zum Letzten und versäumt so den rechten Moment, etwas zu tun. Der Gedankenmensch kommt mit seiner Tat immer zu spät.
Auch Institutionen können sich in ihren Gedanken verlieren. Die Evangelische Kirche hat mit dem Ausbruch des Ukrainekriegs ihre in Jahrzehnten ausgearbeitete Friedensethik verworfen und sich entschieden, eine neue Friedensethik auszuarbeiten. Nun währt der Krieg über drei Jahre, und die Evangelische Kirche diskutiert noch immer. Verschiedene Lösungen des Konflikts wurden und werden diskutiert, und die Evangelische Kirche – schweigt. Vor lauter Theologie hat sie nichts zu sagen.
Bonhoeffer nennt das die "Flucht der Gedanken", in der man gefangen ist. Er hält dem die Freiheit der Tat entgegen. Auch ein Zuviel an Nachdenken kann ein Gefängnis sein. Dann wird der Glaube zum toten Gedankengebäude, vor dessen Türen die Menschen sterben.
Nicht nur die intellektuelle, sondern auch die fromme, freundliche Zurückhaltung "um des Friedens willen" ist Unfreiheit, wenn sie die notwendige Tat oder das notwendige Wort verhindert. Frei ist nicht der, der aus Unsicherheit oder Freundlichkeit das Böse gelassen hinzunehmen sich bemüht, sondern der, der im Vertrauen auf den Gott, der Tote erweckt, sein Leben einsetzt.
Bonhoeffer fordert uns auf, mit den Gaben, die uns anvertraut sind, "aus ängstlichem Zögern" herauszutreten in den "Sturm des Geschehens" – dorthin, wo das Chaos zu herrschen scheint, wo jede Tat mit Widerstand rechnen muss, wo das Gute scheinbar wirkungslos verpufft. Im Sturm des Geschehens wird alles unberechenbar und gefährlich, weil die Mächte des Bösen stärker erscheinen als unsere armselige Tat.
In dieser Lage verlieren wir nur dann nicht den Mut, wenn wir auf den setzen, der am Kreuz leidend und sterbend den Sieg über Leid und Tod errungen hat. Im Eifer der endlosen Diskussionen um die rechte Tat orientieren wir uns allein am Gebot Gottes, und im unübersichtlichen Fortgang des Geschehens lassen wir uns vom Glauben an sein gnädiges Geleit tragen.
Dann suchen wir nicht orientierungslos die Harmonie mit der Welt, noch wollen wir das Vollkommene oder bis ins Letzte Durchdachte verwirklichen. Denn der Herr der Geschichte setzt sich gegen den Augenschein im Unvollkommenen, Bestrittenen und Bekämpften durch. Die verantwortliche Tat hat keine Zeit, aufgeschoben zu werden, solange Menschen mit Leid und Tod bedroht sind. Wer frei zur Tat ist, hat keine Zeit zum orientierungslosen Schwanken, realitätsfernen Träumen oder endlosen Nachdenken.
5. Leiden
Wunderbare Verwandlung. Die starken, tätigen Hände
sind dir gebunden. Ohnmächtig, einsam siehst du das Ende
deiner Tat. Doch atmest du auf und legst das Rechte
still und getrost in stärkere Hand und gibst dich zufrieden.
Nur einen Augenblick berührtest du selig die Freiheit,
dann übergabst du sie Gott, damit er sie herrlich vollende.
Unser Handeln stößt schnell an seine Grenzen. Die Gegenmächte binden uns die Hände und spotten unserer Bemühungen. Einsam sehen wir uns der Übermacht derer gegenüber, die einen anderen Weg eingeschlagen haben.
Die Konsequenz daraus ist nach Bonhoeffer nicht, dass uns der Atem stockt, sondern dass wir im Gegenteil befreit aufatmen – als sei es eine Erlösung, vom Kampf befreit zu sein.
Die Fragen mögen aufbrechen: Warum unterliegen wir? Wo ist Gott? Was war der Sinn des Kampfes, wenn am Ende die Niederlage steht? In alldem müssen wir nur dann nicht verzweifeln, wenn wir das Rechte getrost in Gottes Hände legen können und bei ihm gut aufgehoben wissen. Zugleich geben wir uns zufrieden mit dem, was geschehen ist, und damit, dass wir an Gottes Werk mitarbeiten durften. Und wir vertrauen darauf, dass sein Wort, auch sein Wort in der Tat, nicht leer zu ihm zurückkehrt (Jes 55,11).
Bonhoeffer spricht hier deutlich von sich selbst. Das war seine Situation: das Scheitern des Attentats, das Ende aller Versuche, Hitler zu stoppen. Aber er versinkt nicht in Depression, sondern sieht es als "wunderbare Verwandlung", dass er in dieser Lage aufatmen kann. Er erlebt es als ein Ereignis der Freiheit.
Es ist tatsächlich nicht weniger als ein Wunder, wenn man im Scheitern, im letzten Versuch, das Unheil zu begrenzen, aufatmen kann. Wenn man im Moment des fortgesetzten Tötens den Blick nicht auf die Mächte des Todes richtet, sondern auf Gottes Lebensmacht. Wenn man sich selbst und das eigene Wirken loslassen kann.
Wir nehmen uns und unser Wirken meist zu ernst. Wir meinen, das Gute hänge von uns ab. Wir müssen aber erfahren, dass es auch ohne uns geht. Gott ist nicht auf uns angewiesen. Er streitet für sich selbst, und er hat viele, die mit ihm streiten. Wir können nur dankbar sein dafür, dass er uns die Gnade erwiesen hat, eine begrenzte Zeit lang mit ihm streiten zu dürfen.
In diesem Streit haben wir die Freiheit nur berührt; Gott muss sie nun vollenden. Mitten im Sturm des Geschehens, in der Unfreiheit dieser Welt haben wir Gottes Freiheit kurz berühren können. Jetzt übergeben wir sie wieder Gott, von dem sie kommt, damit er sie als vollendete Freiheit heraufführe. Wie und wann er das tut, überlassen wir ihm.
6. Tod
Komm nun, höchstes Fest auf dem Wege zur ewigen Freiheit,
Tod, leg nieder beschwerliche Ketten und Mauern
unsres vergänglichen Leibes und unsrer verblendeten Seele,
daß wir endlich erblicken, was hier uns zu sehen mißgönnt ist.
Freiheit, dich suchten wir lange in Zucht und in Tat und in Leiden.
Sterbend erkennen wir nun im Angesicht Gottes dich selbst.
Das höchste Fest auf dem Wege zur Freiheit – zur ewigen, unbestrittenen Freiheit – ist der Tod. Was wir hier nur flüchtig berührt haben, aber niemals sehen, niemals erfassen konnten, wird uns im Tod vor Augen sein. So wird der Tod zur befreienden Macht.
Bonhoeffer ruft den Tod geradezu herbei: "Komm nun!" Alle Angst ist gewichen. Alles Tun ist in Gottes Hände gelegt. Alle Zukunft, alles Leiden und Sterben ist Gott anbefohlen. Alles Kämpfen mit seinen "beschwerlichen Ketten und Mauern" hat nun ein Ende. Unser "vergänglicher Leib" und die "verblendete Seele" stehen uns vor Augen. Doch der Tod erscheint als der Befreier, der uns in Gottes liebende Arme geleitet.
Zucht und Tat haben Bonhoeffer ins Leid und schließlich in den Tod geführt. Doch er weiß, dass dieser Weg nicht vom Schicksal bestimmt war, sondern dass er auch in Leid und Tod in der Hand des Gottes ist, dessen Gebot er folgte. Das Ende dieses Weges ist nicht der Tod. Der Tod ist vielmehr der Anfang eines neuen Weges, auf dem die Freiheit nicht immer wieder gesucht werden muss, sondern im Angesicht Gottes in vollkommener Weise erfahren werden kann. Schon das Sterben, das um den kommenden Tod weiß, nimmt diese Erfahrung ein Stück weit vorweg.
So wie es ein Wunder ist, im Moment des bitteren Scheiterns nicht zu verzweifeln, sondern frei aufzuatmen, so ist es auch ein Wunder, im Angesicht des Todes diesen herbeizurufen und als höchstes Fest auf dem Wege zur ewigen Freiheit zu feiern. Wem das gegeben ist, der lebt bereits in der christlichen Freiheit.
7. Der Gegenwartsbezug des Gedichtes
Bonhoeffers Gedicht erinnert uns zunächst daran, dass das christliche Leben sich nicht nur oder hauptsächlich in innerlicher Spiritualität abspielt, sondern ebenso stark in den Gottes Geboten entsprechenden Taten.
In Umbruchzeiten wie der gegenwärtigen leben viele Menschen in Angst und Sorge: Krieg, Terror und Gewalt breiten sich aus, nationale Strömungen finden mehr und mehr Gehör, Wirtschaft, Demokratie und innere Stabilität sind in Gefahr, von drohenden Finanzkrisen, Pandemien und sich häufenden Extremwetterlagen ganz zu schweigen. Die Politik scheint alldem machtlos gegenüberzustehen, während die Menschen sich nach einem Befreiungsschlag sehnen, einem Ausweg aus den vielfachen Krisen, die sich seit Jahren aneinanderreihen, ohne dass ein Ende abzusehen ist.
Christliche Zucht bedeutet in dieser Lage, alle lieb gewordenen Wünsche und Begehrnisse zu kontrollieren und eingeübtes Verhalten daraufhin zu überprüfen, wem es nützt und wem es schadet. Vor allem der Selbstbezug unserer Taten, in dem wir für uns selbst nie genug haben können, muss domestiziert werden. Denn über allem Wollen steht die Liebe, die einen deutlichen und befreienden Maßstab setzt: Nicht das nie zu befriedigende eigene Wohl ist unser Ziel, sondern das menschlich machbare Wohl aller Geschöpfe in Gegenwart und Zukunft.
Die christliche Tat erwächst aus dem Doppelgebot der Liebe (Mk 12,30). Das bedeutet die Absage an alle Götter, in deren Hände wir unser Leben gelegt haben und von denen wir Wohlergehen erwarten: Selbstsucht, Gewalt und Konsum sind solche Götter, deren Anbetung uns oft gar nicht mehr bewusst ist; denn sie haben sich als Wohltäter, als "Engel des Lichts", verkleidet (2Kor 11,14).
Aus der Freiheit von den Götzen unserer Zeit folgt die Freiheit, sich nicht in angebliche Unwissenheit, Unfähigkeit und Machtlosigkeit zu flüchten. Denn "es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der Herr von dir fordert: nichts als Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott" (Mi 6,8). Was aber der Herr von uns fordert, das lässt er uns wissen und dazu gibt er uns auch die Kraft. Und die geforderte Tat wird nicht vergeblich getan sein.
In der geforderten Tat werden wir auch das Leid nicht scheuen. Es wird uns nicht erspart bleiben. Denn umzukehren und gegen den Strom zu schwimmen, macht einsam und ohnmächtig; denn es erweckt Widerstand und Hass. Doch auch, wenn unsere Hände ohnmächtig gebunden sind, atmen wir auf und geben uns zufrieden mit dem, was Gott durch uns hat geschehen lassen. Seine stärkeren Hände werden es zum Ziel führen.
Mit dem leiblichen Tod sind wir nicht unmittelbar bedroht, wie Bonhoeffer es war. Aber der Tod kann jedem widerfahren, der sein Leben für das Rechte einsetzt. Doch auch der Tod, so lehrt uns Bonhoeffer, liegt auf dem Weg zur Freiheit; ja, er ist das höchste Fest auf diesem Wege. So soll auch er uns nicht schrecken.
Sterben müssen wir – in anderer Weise – schon dann, wenn wir auf Erden den Weg hin zur Freiheit einschlagen. Denn nur die können diesen Weg gehen, die "der Sünde gestorben" und durch Gottes Gnade eine "neue Kreatur" geworden sind (Röm 6,1-11; 2Kor 5,17). Aber auch dieses Sterben des "alten Menschen", der im "Leib der Sünde" lebte, ist eine Befreiung (Röm 6,6f).
* * * * *
Verwendete Literatur:
- Dietrich Bonhoeffer: Widerstand und Ergebung. Briefe und Aufzeichnungen aus der Haft. Herausgegeben von Eberhard Bethge. Chr. Kaiser Verlag, 3. Aufl. München 1985.
- Duden Etymologie. Herkunftswörterbuch der deutschen Sprache. Duden Band 7. Dudenverlag, 2. Aufl. Mannheim u.a. 1989.
1 Bonhoeffer: Widerstand und Ergebung, S. 403.
2 Bonhoeffer: Widerstand und Ergebung, S. 401.
3 Bonhoeffer: Widerstand und Ergebung, S. 401f.
4 Bonhoeffer: Widerstand und Ergebung, S. 408.
5 Duden Etymologie, S. 340.
6 Bonhoeffer: Widerstand und Ergebung, S. 404.
Foto: falco auf Pixabay.

Hallo Klaus,
dass du dich an dem Begriff "Zucht" so besonders stößt, kann ich nachvollziehen. Zu Bonhoeffers Zeit war der wohl noch neutraler als heute und das, was dahinter steht, üblicher (Manneszucht, Zucht und Ordnung ...). Die damalige Generation, so wie ich sie erlebt habe, hatte davon noch mehr verinnerlicht, auch in der Kirche.
Heute wirkt dieser Begriff veraltet und überholt. Vielleicht kann man ihn je nach Zusammenhang, sinnvoll durch Disziplin, Konzentration oder Fokus ersetzen. Für ein Gedicht funktioniert das nicht, aber in der Alltagskommunikation hätte man damit positiv besetzte Begriffe zur Verfügung.
Viele Grüße
Thomas
P.S.: Ich finde es gut, auch diese herbere Seite Bonhoeffers hin und wieder in den Blick zu nehmen. Er wird mir sonst zu sehr auf den lieben Onkel Dietrich mit "Von guten Mächten wunderbar geborgen" reduziert, der außerdem im Widerstand gegen Hitler war, damit unangreifbar ist, und, weil er nicht überlebt hat und sich im Nachkriegsdeutschland nicht mehr äußern konnte, anscheinend für verschiedenste Richtungen vereinnahmbar ist.
danke für deine instruktive Rückmeldung. Du hast sicher recht damit, dass der Begriff "Zucht" zu Bonhoeffers Zeiten eine andere Bedeutung hatte als heute. Wie du schon sagst: "Manneszucht", "Zucht und Ordnung"). Auch deine Vorschläge zum Ersetzen des Begriffs sind für mich weiterführend.
An deiner These von der Reduzierung und Vereinnahmung Bonhoeffers ist auch viel dran. Wohl nur wenige nehmen ihn heute so wahr, dass er als Vorbild zur Kritik untragbarer gegenwärtiger Verhältnisse verstanden wird oder sagar als Anregung, ihm in seinem konsequenten Handeln zu folgen - zumal die Folgen für uns ja weit entfernt wären von denen, die er hat ertragen müssen.
Viele Grüße
Klaus
Mit Rückwirkung auf allgemeine Unfreundlichkeit der Besucher UND Ablehnung derer die NICHT die vorgegebene feministische GLAUBENSMEINUNG teilen. Jegliche vorsichtige Äußerunge einer anderen Auffassung wurde sanktioniert!
Sie schwammen gegen den Strom hatten fundierte (!) Argumente. Die Feministische Theologie verwendet Macht und auf Mehrheit. Sie arbeiteten ohne Fundament!
Christus gibt das (!) Fundament.