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"Gott pflanzte einen Garten in Eden"

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Veröffentlicht von in Theologie aktuell · 28 Juli 2022
Tags: Nachhaltigkeit

T h e o l o g i e   a k t u e l l
"Gott pflanzte einen Garten in Eden"
Klaus Straßburg | 28/07/2022

Heute ist ein besonderer Tag. Kein arbeitsfreier Feiertag, darum wissen auch die wenigsten um diesen Tag. Zudem ist es kein Freudentag, sondern eher ein trauriges Datum; ein Ereignis, dem man sich nicht gern stellt, sondern das man lieber verdrängt.

Heute ist der Erdüberlastungstag. Das ist der Tag, an dem die Menschheit alle biologischen Ressourcen verbraucht hat, die die Erde in einem Jahr zur Verfügung stellt. Mit anderen Worten: Die biologischen Ressourcen dieses Jahres sind heute verbraucht. Ab heute lebt die Menschheit auf Kosten zukünftiger Generationen.

Der Erdüberlastungstag verschiebt sich immer weiter nach vorn. In diesem Jahr liegt er am 28. Juli. Vor 10 Jahren lag er noch am 4. August, vor 20 Jahren am 19. September.

Die Überlastung der Erde zeigt sich daran, dass sie zu brennen beginnt. Der Garten, in dem wir leben, ist aufgeheizt und fängt Feuer: Griechenland, Italien, Frankreich, Spanien, Portugal. Außerdem die Vereinigten Staaten, Brasilien, Mexiko, Bolivien. Russland, Iran. Kongo, Uganda. Deutschland auch.

Wir versuchen zu löschen. Das gelingt auch noch, aber unter Verlusten. Wir behandeln die Symptome. Die Ursachen behandeln wir nicht oder nur unzulänglich. Der Garten erhält nicht die Pflege, die er braucht. Er ist sie uns nicht wert. Wert sind uns andere Dinge, die das Feuer anheizen.

Wir müssen umkehren im Denken und Handeln, um den Baum des Lebens, den von Gott gepflanzten uns zugute, zu retten.

ER, Gott, pflanzte einen Garten in Eden, Üppigland, ostwärts,
und legte darein den Menschen, den er gebildet hatte.
ER, Gott, ließ aus dem Acker allerlei Bäume schießen,
reizend zu sehn und gut zu essen,
und den Baum des Lebens mitten im Garten und den Baum der Erkenntnis von Gut und Böse.
(1Mo/Gen 8,2f nach der Übersetzung von Martin Buber und Franz Rosenzweig*)


* * * * *


* Die Schrift. Verdeutscht von Martin Buber gemeinsam mit Franz Rosenzweig. Band 1: Die fünf Bücher der Weisung. 10. Aufl. Copyright 1976/1978/1979 Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh. Lizenzausgabe für die Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart 1992.

Foto: Klaus Straßburg.





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