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Hoffnung in Zeiten des Krieges |14

Christsein verstehen
Veröffentlicht von in Hoffnung in Zeiten des Krieges · 12 März 2022

Der Krieg tötet und schädigt nicht nur die unmittelbar Betroffenen, sondern er belastet auch uns, die wir weit weg vom Geschehen sind.

Wir mögen die Bilder der leidenden Menschen nicht mehr sehen. Wir können die endlosen Diskussionen nicht mehr ertragen. Wir wollen die scharfen Äußerungen mancher Politiker nicht mehr hören.

Manche können nicht mehr gut schlafen. Andere werden schwermütig. Wieder andere sind einfach nur müde und kraftlos. Denn der Krieg sitzt fest im Hinterkopf und lässt sich nicht vertreiben.


Ja, die Welt ist dunkel. [...] Nur ja die Ohren nicht hängen lassen! Nie! Denn es wird regiert, nicht nur in Moskau oder in Washington oder in Peking, sondern es wird regiert, und zwar hier auf Erden, aber ganz von oben, vom Himmel her! Gott sitzt im Regimente! Darum fürchte ich mich nicht. Bleiben wir doch zuversichtlich auch in den dunkelsten Augenblicken! Lassen wir die Hoffnung nicht sinken, die Hoffnung für alle Menschen, für die ganze Völkerwelt! Gott lässt uns nicht fallen, keinen einzigen von uns und uns alle miteinander nicht! – Es wird regiert!

(Der evangelische Theologe Karl Barth in seinem letzten Telefongespräch mit seinem Freund Eduard Thurneysen am 9.12.1968, dem Vorabend seines Todes)


Vom Himmel her also wird regiert. Wir können es nicht sehen, aber Gott lässt uns nicht fallen. Darum gibt es Hoffnung, was immer auch geschieht; Zuversicht auch in den dunkelsten Augenblicken. Für alle Menschen: die Soldaten, die Zivilisten, die Sterbenden. Und auch für uns, die wir weit weg vom Geschehen leiden.

In den Momenten der Unruhe können wir uns sagen: Herr, du bist bei den Elenden. Du bist auch bei mir, und du bleibst bei mir. Du wirst für mich sorgen. Auch im Schlimmsten bin ich von dir nicht verlassen. Darum muss ich mich nicht fürchten.


Quelle: Friedensgebet. Hg. vom Gottesdienstinstitut der Evang.-Luth. Kirche in Bayern. S. 21.






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