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Hoffnung in Zeiten des Krieges |9

Christsein verstehen
Veröffentlicht von in Hoffnung in Zeiten des Krieges · 7 März 2022

Aus der Enge rief ich den HERRN an.
Der HERR antwortete mir in der Weite.
Der HERR ist mit mir, ich fürchte mich nicht.
Was kann mir ein Mensch tun?

Psalm 118, 5 und 6


Die Enge macht Angst. Die Enge der Machtlosigkeit, des Ausgeliefertseins, der Ungewissheit. Wenn die menschlichen Möglichkeiten zusammengeschrumpft sind, rufen Menschen nach Gott.

Wenn Gott zu uns spricht, entsteht eine Weite, welche die Enge vertreibt: Der Horizont weitet sich. Der Blick ist nicht mehr begrenzt auf das Beängstigende. Wir sehen: Das Beängstigende ist nur ein Teil der Wirklichkeit. Die Wirklichkeit ist weit mehr als das, was Angst macht.

Mit der Weitung des Blicks weicht die Angst. Neues kommt zum Vorschein: Gott ist dennoch da – die Macht des Guten, die unzerstörbare Liebe, die unendlichen Möglichkeiten, der Weg zum Leben. Dem Tod und dem Zerstörerischen ist die letzte Macht genommen.

Menschen können toben und töten. Aber sie können mir das Leben nicht nehmen, das Gott mir bereitet.

Martin Luther übersetzte deshalb die Verse so: "In der Angst rief ich den Herrn an; und der Herr erhörte mich und tröstete mich. Der Herr ist mit mir, darum fürchte ich mich nicht; was können mir Menschen tun?"





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